What a Spot! – Wisemans Ferry am Fuße der Blue Mountains

What a Spot!

Wisemans Ferry am Fuße der Blue Mountains

Folge der Straße bis zum Ende, dort seht ihr das Schild „what a spot“, hier biegt ihr ein und fahrt der Straße folgend wieder bis zum Ende durch – dort findet ihr mich.

Das war die Wegbeschreibung zu diesen HelpX stay.
Nachdem wir einige Wochen auf einer Farm in Forbs – Carroboblin gearbeitet hatten verschlug es uns für ein kurzes Intermezzo als Gärtner auf einem privaten Anwesen nach „Nowra“ an die Küste, da ich mich gerade auf mein „Tough Mudder 2015 in Sydney vorbereite wollten wir natürlich noch ein kleines bisschen in der Gegend der Blue Mountains bleiben. Die herrliche Landschaft der Küstenzone in NSW genießen, entspannen, trainieren und neue Menschen kennenlernen.
Und so wurden wir auf diesen HelpX Stay aufmerksam, hohe Bewertungen, sehr abgelegen – Ruhe, Natur, Trainieren also.
Wir haben dem Host eine Mail geschrieben und kurzerhand – ebenso spontan wie angeschrieben waren wir auch schon einquartiert, keine 24 Stunden nach Erstkontakt. Das ist Spontanität wie wir sie als Reisende lieben, denn wie wir wärend unserer Resie immer wieder lernten ist eine wirkliche Planung die über zwei Wochen hinaus geht kaum möglich, dazu ist das Leben auf der Straße einfach zu dynamisch.

Und so erreichten wir „what a spot“ und – holy cow das war tatsächlich DER SPOT den wir schon immer suchten, nicht nur in Australien, sondern auch schon zu Hause, wir vergiessen jeden Tag Tränen weil wir diesen Moment nicht mit unserer Familie oder unseren Freunden teilen können.
Aber wer weiss…vielleicht kommen wir ja mal wieder.

Dieser Spot, DER SPOT, den wir hier erreichten besteht aus einem mehreren Acren großen Grundstück, direkt am Fluß gelegen, Anlegesteg für Kajaks (die wir hier ebenfalls vorfanden), zwei wunderschönen und liebevoll eingerichteten Häusern – unseres mit ein Blcokhaus Natursteinwänden, Dielenboden, die Inneneinrichtung in rot/braun Tönen gehalten, cognac farbene Ledercouch, Veranda mit Blick auf einen Eukalyptuswald – direkt
hinter dem Fluss, einen Felsen um 10 Meter tief in den Fluss zu springen, eine herrliche, halboffene Küche die an einen schwedischen Landhaustraum erinnert, ein wunderschönes Badezimmer und unser Schlafzimmer – die „Honeymoonsuite“; Himmelbett, rundum mit Fenstern verglast: ein Traum.

Das andere Haus war groß genug für eine 10 köpfige Gruppe, riesiges Wohn-/Esszimmer + Küche, Veranda,  mehrere Schlafzimmer großartiger Blick auf den Fluss, eine Garage voll mit Unterhaltungsgegenständen wie Fahrrädern, einem Tischfussball und einem Airhockey!

Und das verrückteste war – wir waren hier eigentlich alleine, wir trafen am ersten Tag unseren Host. Der übliche Smalltalk, einladung zu einem Wein am Abend, überreichung einer Liste mit einigen Aufgaben die wir in den nächsten Tagen zu erledigen hatten und das war es eigentlich auch schon.
Denn diese beiden Häuser werden eigentlich als Ferienhäuser vermietet, unser Host wohnt in Sydney welches ungefähr 1,5 Autostunden entfernt liegt und ist nur alle paar Tage hier.

Unsere Aufgabe hier war im Großen und Ganzen die Spuren der letzten Mieter zu beseitigen, einmal gut durchzuputzen, Reparaturen und Wartungsarbeiten an den Geräten durchzuführen, einige Glasscheiben in Fenstern und Türen zu ersetzen die zu bruch gegangen waren und das war es dann eigentlich auch schon. In der Regel arbeiteten wir an fünf Tagen die Woche für ca. vier Stunden, immer straight forward weil wir das in uns gesetzte Vertrauen natürlich nicht enttäuschen wollten aber nie mit Stress im Nacken da wir hier ja quasi alleine waren.

…was irgendwie auch etwas Schade war denn unser Host war eine wunderbare, weit und viel gereiste Lady in ihren späten Jahren mit der man vortrefflich den ein oder anderen Gin Tonic hat trinken können.

Bei all der Schönheit jedoch haben die Orte hier in der Region Sydney auch eine sehr traurige Vergangenheit, hier fand die Erstbevölkerung Australiens durch die Europäer statt…und die gingen nicht zimperlich mit den Ureinwohnern um. Diese wurden vergiftet, erschossen, Felsklippen heruntergejagt – als das was eine „zivilisierte Gesellschaft“ eben so macht wenn sie auf „wilde“ trifft.

Hierrüber wurde auch ein Buch geschrieben und ein ziemlich guter Film gedreht „The Secret River“ der die Besiedlung dieser Gegend in den Blue Mountains durch die aus England eingeschifften Verurteilten erzählt.

Zwei Wochen waren wir hier und es hat wirklich gut getan diesen Spot gefunden zu haben, es würde mich nicht wundern wenn wir irgendwann einmal wieder hierher zurückkehren würden – zumindest hätte ich nichts dagegen.
Sollte ich mir mal ein Leben in Abgeschiedenheit leisten können, wäre es sicherlich hier, ohne Telefon oder Internetempfang aber dafür mit den herrlichsten Sonnenauf- und Sonnenuntergängen, der nächste „Supermarkt“ ist 20 Kilometer entfernt, aber zum Angeln muss man einfach nur auf die Veranda gehen oder ins Kajak steigen, ein Fitnesstudio ist … ich weiss wirklich nicht wo hier das nächste ist, aber wofür auch, tolle Mountainbike
Strecken sind vor der Tür, zum Laufen ist es ebenfalls super und Schwimmen kann man auch, und wenn man dann noch Energie hat kann man diese immernoch mit Holzhacken verbrauchen sodass man den Wohnzimmerkamin damit füttern kann und wer dann noch Energie hat der kann auch einfach mal eine Runde wandern gehen und dringt eventuell sogar bis in die Blue Mountains vor.

„What a Spot“ – es ist DER Spot für uns!

…aber das Leben ist wie eine gute Suppe, es lebt von der Balance der einzelnen Zutaten.
Deswegen ging es nach der Abgeschiedenheit der letzten Tage in den Blue Mountains ersteinmal in den krassen Kontrast -> Sydney wir kommen!

Zu allererst war aber noch der Tough Mudder“ zu absolvieren.


Wenn ihr wissen wollt wo wir gerade stecken, könnt ihr euch auch hier über unsere Route informieren.

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