Tough Mudder Sydney

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Es gibt da draussen ja Leute die denken man macht Sport des Spaßes wegen, oder um einige Kilos zu verlieren oder um sich einfach ein bisschen besser zu fühlen im Leben. Dann gibt es ja noch diejenigen die Sport machen um für Hindernissläufe fit zu sein, da das Trainieren ohne ein “richtiges Ziel” irgendwann langweilig wird und die Motivation nachlässt. Einer der bekanntesten Hindernisslaufserien ist

Tough Mudder

 

Nunja, das mit dem regelmäßigen Sport treiben ist als Reisender doch immer so eine Sache, laufen geht ganz gut und Trainig mit dem eigenen Körpergewicht ja auch, allerdings geht das irgendwie für mich auch nur solange gut wie ich eine Dusch- oder Waschmöglichkeit zur Verfügung habe. So pingelig bin ich dann schon. 🙂

Glücklicherweise hat es auf unserer Reiseroute doch tatsächlich ein Tough Mudder geschafft. Tough Mudder Sydney – also wenn man da die Gelegenheit nicht am Schopfe packt?! Eineinhalb Monate Vorlaufzeit sollten reichen um mich wieder back on track zu bringen.

Mit dieser Hindernislaufsache habe ich in 2014 angefangen nachdem ein Freund die Idee hierzu in den Raum geworfen hatte, was mir anfänglich als Wahnsinn vorkam wurde doch nach dem ersten überstandenen Hindernislauf schnell zur Sucht.

Man darf sich nur nicht scheuen Schmutzig zu werden, also so richtig schmutzig, so schmutzig, dass Mutti einem die Ohren langziehen würde wenn sie sehen würde was man dort treibt. Und das alles auch noch in den teuren Sportsachen.
Und – man muss am Ball bleiben mit dem Training.
In der Regel ist eine Strecke 20 Km lang, aus schwierigem Terrain und wie es ein Hindernislauf so an sich hat – mit Hindernissen gespickt.

Es gibt tatsächlich Teilnehmer die nehmen das alles nicht ernst, 20 Km sind eine ganz schöne Strecke und mal ehrlich, wer will denn vier Stunden brauchen um ins Ziel zu kommen oder an jedem Hindernis die “pussy-lane” nehmen? Das würde das ganz ja ad absurdum führen.

Klettern, balancieren, kriechen, hangeln – all das wird von einem abverlangt. Blaue Flecken und Schürfwunden sind oligatorisch und eher eine Auszeichnung denn ein bejammernswertes Ergebnis dieses Ausfluges in die Natur.

Manche Hindernisse sind fies und man kann auch so recht nicht dafür trainieren wie zum Beispiel der Sprung ins 4 Grad kalte (scheisse ist das kalt) Wasser, oder den ein oder anderen Stromschlag.

Es gibt mittlerweile viele Anbieter auf dem Hidnernisslaufmarkt und während die Streckenlängen variieren, sehen sich die Hindernisse natürlich immer etwas ähnlich, natürlich.

Der Tough Mudder in Sydney 2015 war mein insgesamt dritter Tough Mudder, der erste fand in Frankfurt im Juli 2014 und der zweite Tough Mudder im Oktober 2014 in Seattle statt. Dazwischen noch zwei andere Events – war ich beim ersten Tough Mudder, denn das war der erste über die 20Km Distanz noch richtig aufgeregt ist es jetzt nach dem dritten Lauf fast schon soetwas wie eine “perverse Routine”.
Man weiss es genau, der Tag des Laufes ist garnichtmal das schlimme, Euphorie und Adrenalin halten alle bösen Geister fern – der Tag danach ist , wenn jeder Muskel, jedes Gelenk schmerzt und man noch immer in jeder Körperöffnung Schlamm findet und man sich fragt: “Weshalb genau bezahle ich eigentlich Geld für diesen Scheiss?”

Ganz einfach: weil es ein Heidenspaß ist, auf der Strecke, unabhängig ob Tough Mudder oder ein anderer Lauf herrscht eine Art “Kriegerkameradschaft”, man macht Späße, man hilft sich an Hindernissen, es gibt keine Zeitnahme oder Punkte, man geht an und über seine Grenzen und Ängste.

Der Tough Mudder Sydney war der bisher schlammigste – noch nie habe ich durch so viel schlammigen Schlamm-Schlamm kriechen müssen wie hier. Ziemlich lustig.

Und diese Grenzen findet man nicht erst auf der Strecke, wer sich vorbereiten will braucht Disziplin, man mag sich belügen können in dem man hier und da während der Vorbereitung mal eine bessere Zeit oder ein paar Wiederholungen mehr aufschreibt aber da draussen, da gibt es nur einen Gegner und das ist man selbst.

Ich bin mir sicher während unserer Reise noch den ein oder anderen Hindernisslauf zu absolvieren, und da Tough Mudder ein internationales Event ist bin ich mir sicher auch noch einen vierten Lauf zu absolvieren. Wäre ziemlich cool eine Tough Mudder World Tour zu reissen. 🙂
Und wie ich festgestellt habe ist es auch relativ einfach seine Kondition zurück zu erlangen, etwas regelmäßiges Training, harte Farmarbeit und der Wille nicht weinend im Schlamm liegen zu bleiben peitschen einen gut über die Strecke.

Das schlimmste war jedoch, dass ich vergas meine Kamera aufzuladen und wir somit nur mit unseren Handys fotografieren konnten. 🙁

Wer sich mit solchen Läufen anfreunden möchte dem sei eine gute Vorbereitung, Freunde die mitlaufen, Kleidung die schmutzig werden kann und das richtige Schuhwerk empfohlen. Da es sich um schlammiges “Wasser” auf der Strecke handelt empfehle ich euch eure guten Laufschuhe zu Hause zu lassen, die könnt ihr danach wegwerfen. Nehmt ausgedientes Schuhwerk oder wenn ihr zum Wiederholungstäter werden wollt speziell für diese Zwecke designte
Laufschuhe.
Ich laufe mit den “Reebok All Terrain Super” und kann nur positives berichten.
Extrem leicht, saugen sich nicht mit Wasser voll, easy zu reinigen und halten einen auf Spur selbst wenn sich eure Kameraden der Länge nach in den Schlamm begeben, dem definierten Profil sei Dank. Keine guten Trainingsschuhe da des Zewckes wegen kaum gedämpft aber für die 20 Kilometer vollkommen OK und allemal ihr Geld wert!

Hier könnt ihr euch die Schuhe
Reebok – All Terrain Super 2 Red FÜR DAMEN
und
Reebok – All Terrain Super 2 FÜR HERREN
ansehen.

Viel Spaß und wer weiss…vielleicht sieht man sich dort draussen ja mal.


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