Der Motorroller in Thailand – Fluch und Segen

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Überall sieht man die kleinen 125er Motoroller in Thailand umherflitzen. Ist er doch Fortbewegungsmittel Nr.1 für die Bevölkerung.

Motorroller surren mit einer, zwei, drei oder manchmal sogar vier Personen, beladen wie die Bienen, chaotisch den Schlaglöchern ausweichend über die Straßen. Manchmal mit Hund auf dem Schoß, manchmal mit Beiwagen, manchmal komplett zu einem Foodtruck oder Gemüsestand umgebaut, dienen sie der Versorgung von Passanten. Ein Motorroller in Thailand ist mehr als ein Fortbewegungsmittel, von dem sogar die Polizei als Dienstfahrzeug Gebrauch macht.

Er verheisst Mobilität und Freiheit. Auch für jene, die sich kein Auto leisten können und, auch wenn sich das komisch für diejenigen anhört, die den thailändischen Straßenverkehr kennen, er entlastet den Verkehr, da er weit weniger Fläche auf den schmalen und alten Straßen beansprucht als es Personenkraftwägen tun würden, nur verbessert er sicherlich nicht die Luftqualität, wer schonmal in Bangkok war wird ein Lied davon singen können.

Das Motorrollerverleihbusiness ist ein einträgliches Geschäft für die Thais geworden, verheisst er doch auch für die Touristen Freiheit und die Möglichkeit die Wege abseits von Bus, Taxi und TukTuk zu erkunden.

Man sollte sich aber einige Dinge bewusst machen:

  • Im Schnitt kostet so ein Roller um die 200 Bath am Tag (plus minus 50 Bath je nach Region und Anbieter.
    Vergleicht die Preise also ein wenig.
  • Zur Miete sollte nie mehr als eine Kopie des Reisepassses hinterlegt werden.
    Lasst ihr das Original da, seid ihr im Zweifelsfall ausgeliefert und müsst bei Beschädigung des Rollers zahlen was verlangt wird, Blöd.
    Manche Anbieter verlangen auch eine Kaution – das ist natürlich auch OK, aber lasst es euch quittieren.
  • Schaut euch den Roller vor Übernahme an.
    Wie ist der Zustand / die Verkehrstauglichkeit / wie sehen die Reifen aus, funktionieren die Bremsen?
  • Macht Bilder / ein Video von schon vorhanden Schäden.
  • Lasst euch einen Helm geben, auf einem Motorroller in Thailand herrscht (für den Fahrer) Helmpflicht.
    …auch wenn ihr oft anderes seht.
  • Solltet ihr in eine Polizeikontrolle geraten und nicht die erforderliche Führerscheinklasse zum Führen eines Fahrzeuges über 50ccm besitzen, freundlich bleiben und die sofort fällige Strafe von 500 Bath ohne große Diskussion zahlen – in Bar.
    Immer dran denken, back Home ist Fahren ohne Fahrerlaubnis keine Bagatelle mehr.
  • Ein internationaler Führerschein ist ebenfalls nie verkehrt.
  • Unter Umständen, sollte es zu einem Unfall kommen, kann es durchaus sein, dass ihr (ohne Führerschein) auf den Kosten hängen bleibt, da höchstwahrscheinlich kein Versicherungsschutz herrscht und sich die Versicherungen von Roller, eurer Haftpflicht daheim und eure Krankenversicherung legal quer stellen können.
  • Und…Man sollte keine Angst im Straßenverkehr haben, rote Ampeln werden noch beachtet.
    Das war es dann aber auch schon.
    Zum Glück ist man auf dem Motorroller in Thailand etwas flexibler im Strassenverkehr als dies in einem Auto der Fall wäre. Allerdings auch etwas gefährdeter – ihr seid die Knautschzone!

Auf eine zweispurige Fahrbahn passen immerhin drei Autos und drei Roller. Straßenmarkierungen sind ebenfalls wie Zebrastreifen eher zur Dekoration der Straße gedacht.

Ich hin mir sicher, es gibt ebenfalls Verkehrsregeln wie Kreuzundquerüberholverbot oder fahrnichtinmeinenkofferraum Abstandsregelungen aber…naja.

Das darf man als Farang nicht so ernst sehen, integrieren und nicht auffallen ist das Stichwort.

Das Wichtigste, was es zu bedenken gibt: Linksverkehr“ – ja, die Briten waren in der Nachbarschaft fleissig unterwegs und das hatte seine Auswirkungen bis nach Thailand.

Wer keine Angst vor dem Tode hat und gerne Roller in Stresssituationen fährt, wird eine großartige Zeit haben.

Viel Spaß und Weidmannsheil!

 


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