Adelaide on budget

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Adelaide die gelassene Schönheit

Wenn man von Adelaide spricht, schließt dieses Sprechen auch all die Vororte mit ein die Adelaide erst zu dieser Schönheit machen die sie eigentlich ist und diese erst so wirklich mit dem Meer verbinden.
Port Adelaide zum Beispiel, oder Glenleg – der Ort an dem seinerzeit die ersten Siedler landeten. Das alles ist so sehr mit dem „CBD“, also dem Stadtzentrum verwachsen, dass eigetlich nurnoch ein Einheimischer zwischen Adelaide-Adelaide und Adelaide-Vorort unterscheidet.
Sehenswert ist tatsächlich alles, ein moderner sauberer Stadtkern mit nahezu perfektem öffentlichen Nahverkehr und kostenlosem Internetzugang sowie Museen, Denkmäler und dem botanischen Garten, Cafés und der Einkaufsstraße.
Oder die lieblichen, fast alle herausgeputzten Häuschen in den Vororten die das viktorianische Zeitalter wiederspiegeln in welchem die Stadt gegründet und gewachsen ist – zu dem was wir erfahren durften.

Sicherlich ist Adelaide wie alle Großststädte dieser Welt kein durchweg kostengünstiges Ausflugsziel, wenn man jedoch weiß wohin man gehen muss um die Schönheit einer Stadt erleben zu dürfen, dann kann man sicherlich
den ein oder anderen Taler sparen. Unser Artikel soll sich daher diesmal darum drehen wohin der „on budget traveller“ in Adelaide so gehen kann wenn er einige Tage mit erleben füllen möchte. Und fühlen.
Denn die Stadt, die offensichtlich am Reißbrett konstruiert wurde bietet aufgrund ihrer Rückzugsorte in Parks und auf Grünflächen genügend Rückzugsräume um dem Großsstadttreiben zu entfliehen.
Diese Gestaltung lockert die generelle Stimmung innerhalb der Stadt sehr auf, empfanden wir. Für eine Stadt dieser Größe gab es verblüffend wenig Stress und verblüffend viele freundliche Menschen, sogar Busfahrer waren,
und das ist für den Deutschen wahrscheilich am verwunderlichsten, durchweg freundlich.

Selbst die Kontrolleure in der Bahn – unglaublich nett, fast schon charmant. Durchweg.
Aber so scheinen die Aussies generell zu sein.

Wie es in den Wald schallt so schallt es eben auch wieder heraus.

„G´day!“ – „Thank you!“ – „Have a nice one!“ – „Yeeah!“

So kommt man dann auch in einer Großstadt zur Erholung und fühlt sich nicht wie im touristenverachtenden Berlin ständig fehl am Platze und eigentlich nicht gewollt.

Um uns vom staubigen Coober Pedy etwas zu erholen haben wir uns auf unsere „Besichtigungs to do Liste“ den botanischen Garten (wie auch schon in Alice Springs und Cairns) und den japanischen Garten als auch
spaziergänge am Meer gesetzt. An der Esplanade in Port Adelaide und Glenleg.
Alles kostenfrei.

Die Esplanade

Esplanade

Nicht nur, dass die Esplanade direkt am Meer gelegen ist und man so herrlich den Wind des Ozeans spüren und die Möwen im Wind hören kann, man kann durchgehend wählen ob man durch den Sand, oder mit etwas Abstand und
trockenen Fußes auf Beton wandeln möchte um dann, alle paar hundert Meter auf einen weit ins Meer hineinragenden Pier zu gehen.

Wer will kann hier im übrigen auch seine Angel auswerfen und gleich fürs Mittag- oder Abendessen vorsorgen und dann auch gleich, wie es eben in Australien üblich ist an den entlang der Esplanande verteilten kostenfreien Barbeques zubereiten.
Während unseres Besuches war es leider zu stürmisch sodass ich meine vor einiger Zeit in Mount Isa gekaufte Angel noch immer nicht habe ausprobieren können.

An der Esplanade befinden sich in regelmäßigen Abständen Parkplätze zum kostenfreien Parken, wer möchte kann sich einfach einen suchen der kein Campingverbotsschilt hat, wie der in Port Augusta am Yacht Club und schlägt dort für die ein oder andere Nacht sein Lager auf – oder eben so lange bis der Ranger kommt und einen bittet in der nächsten Nacht wo anders zu nächtigen weil das hier nicht so ganz legal und nur geduldet ist. Das heisst im klartext so sagte er mit wörtlich. „Fahr einfach in den nächsten Bezirk und stell dich da hin und warte bis Du wieder verwiesen wirst – wenn Du dieses Spiel spielen möchtest.“
Das hieß für uns – da wir in der dritten Nacht noch nicht am Ende unseres Besuches waren – einräumen, weiterfahren, umräumen.

Jeder Parkplatz hat Toiletten und eine Freiluftdusche (sehr kalt) und auch ein Barbeque mit Bänken.

Duschen

Da ein kostenfreier Stellplatz schön ist, die Hygiene aber keinesfalls missachtet werden darf ist eine richtige Dusche früher oder später unglaublich viel wert. Nur woher kriegen und nichts zahlen?
Der Busbahnhof im CBD bietet eben diese Möglichkeit, am Ende des Gebäudes, neben dem Café, einfach beim Facility Manager klingeln und nach dem schlüssel für die Duschen fragen. 20$ bereithalten – als Deposit.
Die Duschen sind unglaublich Sauber und bieten Steckdosen – wer kein Handtuch hand bekommt hier ebenfalls eins.

SCHOKOLADE!

Haigh´s

Jeder liebt sie, jeder braucht sie und ich für meinen Teil habe mich noch immer nicht damit abgefunden, dass in einer Schokoladenfabrik keine Oompa-Loompas arbeiten – Ich weiss (!) das es so ist!!!
Auch in Adelaide gibt es eine Schokoladenfabrik. Haigh ist der Name und mittlerweile 100 Jahre alt. Der „Ur-Haigh“ hat sogar mal eine Lehre bei Lindt gemacht.
Wer möchte kann sich live in dieser Schokoladenfabrik führen lassen und bekommt die ein oder andere Erklärung zum Thema Schokolade – UND kostenlose Kostproben!

Natürlich bietet sich auch die Möglichkeit, sich direkt vor Ort für seine weitere Reise mit feinster Schokolade einzudecken. Frisch produziert, nur eins sei angemerkt:
Haigh ist nun wirklich nicht die günstigste Marke. Aber sicherlich köstlich!

Während man all die Köstlichkeiten in den Auslagen bestaunen und bewundern kann und mit den sehr freundlichen Angestellten über die neuesten Kreationen schnattert, kommt man sogar in den Genuss kostenlosen Kaffees oder Tees.

Die Führungen finden Mo – Fr zwischen 09:00 und 15:00 statt. Rechtzeitig erscheinen und in die Liste eintragen lassen. Eventuell sogar schon am Tag davor wenn man ganz sicher gehen möchte eine bestimmte Uhrzeit zu erwischen. Zu finden ist Haighs an der Ecke „Greenhill Road/Unley Road“.

Transport

Adelaide möchte etwas zu seiner ruhigen Ausstrahlung beitragen und versucht die Menschen aus den Autos zu bringen, nur mit schönen Worten und dem drohenden grünen Finger gelingt das natürlich nicht. Alternativen müssen
nicht nur gepredigt sondern auch geschaffen werden! Das Nahverkehrssystem in Adelaide ist hervorragend ausgebaut. Wie gewöhnlich ergänzen sich Busse, Trams und Nahverkehrszüge.

Das allein wäre noch nicht erwähnenswert wenn nicht folgendes wäre:

Nahverkehr

Wer gerne mit Bus und Bahn sein Ziel erreichen möchte sollte als erstes das Office der Adelaide Metro aufsuchen, zum Beispiel am Zentralbahnhof, und sich dort einen Touristenpass zulegen.

25$ kostet dieser zwar, doch er berechtigt zu 3 Tagen Fahrt mit allen öffentlichen Transportmittlen Adelaides. Würde man sich drei Tageskarten kaufen wäre man bei 30$. Ist also ein faires Angebot. Die Zeit fängt ab dem Zeitpunkt der Erstbenutzung an zu laufen. Doppelt Fair.

Die Tram im CBD und den drei Stationen in Glenleg ist kostenfrei, einfach einsteigen – fahren – aussteigen. Wer weiter möchte muss zahlen.

Die Busse der Linie 98 und 99 (fahren um die CBD Grenze) und 300 (fährt einmal durch alle Vororte – ca. 2 1/2 Stunden) sind ebenfalls kostenfrei.

Fahrräder wer Adelaide per Bike erkunden möchte sollte sich an „Bike SA“ wenden (111 Franklin Street), hier kann man sich kostenfrei ein Fahrrad leihen!

Internet

Nichts geht mehr ohne Internet und deswegen kann man sich im CBD einfach mit „Adelaide-Free“ verbinden und kommt in den Genuss freien Internets. Nicht sonderlich schnell und beim Zellwechsel bleibt es gerne hängen, aber – umsonst und für Whatsapp aussreichend – schneller gehts in Mc Donalds oder im Hungry Jacks.

Tourist Information

Ja auch die sollte für die latest News immer wieder besucht werden, hier gibt es schliesslich Stadtpläne und andere Tipps for free.
Zu finden in an der Ecke „Rundle Mall/Pulteney Street CBD“. Offen Mo – Fr 09:00 – 17:00 und Sa – So 10:00 – 16:00, Feiertage 11:00 – 15:00.

Wer wirkliche Insidertipps über die Stadt möchte kann sich folgendem bedienen (haben wir leider nicht gemacht – aber über einen Erfahrungsbericht wären wir dankbar).

First Steps in Adelaide

Ist ein kostenfreier, 30 minütiger Rundgang durch Adelaide. Startet täglich Mo – Fr um 09:30 an der Tourist Information (ausser Feiertags).

Adelaide Greeters

Ein Freiwilliger führt euch auf einer 2 bis 4 stündigen Tour durch „sein“ Adelaide.
Vorausbuchung vorausgesetzt.

greeters@adelaidecitycouncil.com

Adelaide City Council

Grünes Adelaide

Botanischer Garten

Neben einem kostenpflichtigen Zoo und einem kostenfreien Golfparcours an der Pennington Terrace bietet die Umgebung des Adelaide CBD eine ganze Menge an Parks und Gärten in denen man spazieren, grillen oder einfach nur chillen kann.

Die drei für uns erwähnenswertesten Orte Adelaides, abseits der Spaziergänge am Meer, um eine Auszeit zu nehmen und die Seele mit Ruhe und Luft zu füllen sind:

Der botanische Garten

Seit der Entstehung Adelaides liebevoll angelegt und gepflegt bietet sich hier die Möglichkeit ausgedehnter Spaziergänge durch Parkanlagen und Gewächshäuser die die Fauna Süd Australiens wiederspiegeln und auch ein internationales Gastspiel zulassen. Die umfassende Vogelwelt Australiens kann solch ein Anwesen natürlich nicht unbeachtet lassen und so wandelt man zwischen wilden Papagaien und Coocatoos, Galahs und Peewees gelegentlich auch zwischen wechselnden Kunstausstellungen – ein Fest für alle Sinnesorgane.

Zu finden Ecke „East Terrace/Botanic Road“ – kostenfrei.

Der japanische Garten

Sicherlich ein Kleinod, der „Himeij Garden“ an der „Glen Osmond/South Terrace“, ein Freundschaftsprojekt zwischen Adelaide und Himeij der die Brüderschaft der Städte und somit auch der Völker stärken soll.

Verschiedene Stile japanischer Gartenbaukunst werden hier verweint, eine Broschüre am Eingang erläutert diese ausführlich und auch für den Laien verständlich sofern er der englischen Sprache mächtig ist.

Wenn mann sich auf dem Weg zu „Haighs“ befindet – ein muss! Aber auch so – ein Umweg wert und kostenfrei.

Der Zentralfriedhof

Für uns immer wieder einen Abstecher wert, auch wenn für viele auf den ersten Moment verwunderlich wirkend erzählt ein Feidhof doch sehr viel über eine Stadt und über die Menschen die sie eins prägten. Gräber aus der Jahrhundertwende 18/1900 findet man hier, also Gäber der ersten Siedler Adelaides und der ersten Generation der in Australien geborenen. Diekt am Eingang bietet sich die Möglichkeit kostenfrei zu parken – mit etwas Glück.

Verhaltet euch respektvoll.

„ANZAC Highway/West Terrace“

Günstig einkaufen

Souvenirs

Am besten kauft man seine Souvenirs preisgünstig auf dem Trödel in der Halle des Sonntäglich stattfindenen „Fishermans Wharf Market“.
Hier gibt es nichts was es nicht gibt – wirklich. Von der Winkekatze bis zur Adolf Hitler Kaffeetasse (?!).

Diesen findet ihr in „Port Adelaide“.

Lebensmittel

Wer es gerne Frisch mag und auf Marktflair steht sollte einen Abstecher in die Markthallen machen die direkt im Adelaide CBD, neben Chinatown gelegen sind.
Fleisch, Fisch, Käse und Gemüse. (Mo – Sa)

Wer ein Auge auf billig, nicht auf frisch geworfen hat sollte sich mal in Port Adelaide, im „Rite Price“ umschauen, dieser Supermarkt verkauft zum Großteil Lebensmittel deren Haltbarkeitsdatum schon kurzzeitig abgelaufen ist, aber auch Konserven und Frischobst, hier kann man man auf jeden Fall einen richtigen Bakpacker-Schnapper machen.

Essen (gehen)

Adelaide bietet natürlich eine riesige Auswahl an Speisen und Restaurant und Bars an, wir waren natürlich nicht überall aber was wir gesehen bzw. probiert haben:

Chinatown bietet die Möglichkeit sich für günstiges Geld den Bauch vollzuschlagen.
Wer Lust verspürt etwas asiatisches abseits von Sushi und China-Stereotyp auszuprobieren dem sein das Restaurant „Papa Rich“ empfohlen, hier bekommt man allerlei malayische Spezialitäten für einen Preis/Leistungs
gerechten sehr guten Anspruch.

Glenleg direkt in Glenleg, an der Endstation der Tram bieten viele Restaurants oder Imbissbuden Lunch und Dinnerspecials für um die 10$ an. Fish´n´Chips, Chinesisch etc..

CBD Eis für 50Cent?! Hungry Jacks oder McD.

Kneipe:
Das „Castle of Edinburgh“ bietet ganztägig ein 10$ Menü an. Gewählt werden kann aus verschiedenen Speisen die frisch und reichhaltig an den Tisch kommen.
Zum Beispiel Chicken Schnitzel mit Fries oder Veggie Burger mit Fries. Dazu ein frisch gezapftes vom Fass für 6$ (0,4) und der Abend hat eine exzellente Grundlage erhalten.
Beachtet die Themenabende, Sonderangebote oder Live Musik.

Bar:
Im „Grace Emely“ unweit vom Castle of Ed. kann man in einer freakig alternativen Atmosphäre ebenfalls frischgezapftes (Pale Ale 0,3 5$) zugute kommen lassen, das bunte treiben beobachten während man am offenen
Kamin sitzt oder am Billardtisch selbst mitmischen.

Adelaide bietet so unglaublich viel und unsere Zeit war eigentlich viel zu kurz um alles aufzusaugen – aber ist das nicht immer das Problem mit der Zeit?
Deswegen möchte ich zum Abschluss noch eine Sehenswürdigkeit, die uns herausragend gut gefallen hat, hervorheben.

Die Bibliothek

Bücherrei

Die State Library of Australia an der „Kintore Avenue/North Terrace“ lässt einen für einige Augenblicke in die Zeit zurückreisen in der es noch nicht selbstverständlich war auf Knopfdruck alle Informationen
der Menschheitsgeschichte abzurufen und lässt einen den Zauber des Buches und des Wissens spüren.
Auf zwei Stockwerken reihen sich Bücher Seite an Seite aneinander, umgeben von schwerem dunklen Holz und eingehüllt in schummriges Lichte.

Eine Atmosphäre die einen respektvoll erstummen und innehalten lässt.

Sehenswert nicht nur für Freunde des gepflegten Buches.

Geöffnet für den Publikumsverkehr zwischen 09:00 und 17:00.

Die angrenzende neue Bibliothek bietet die Möglichkeit zu schmökern und zu lesen, zu drucken und kopieren und sich ins Internet einzuloggen.

Wenn ihr in der Nähe seid…schaut euch Adelaide unbedingt für einige Tage an.
Ihr macht nichts verkehrt.

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