Gekommen, um zu bleiben – vom Auswandern nach Neuseeland

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Gekommen um zu bleiben – vom Auswandern nach Neuseeland.

Ein Gastbeitrag den Isabel von snoopya.de für uns geschrieben hat.

Schon bevor wir vor vier Jahren zum ersten Mal in Neuseeland Urlaub machten, waren wir vom Gedanken „auswandern nach Neuseeland“ ergriffen, sodass die als Flitterwochen getarnte Reise eigentlich eine Erkundungsreise unserer neue Heimat war.

Neuseeland - Gekommen, um zu bleiben

Zuvor arbeitete ich in den Niederlanden und mein Mann war beruflich in ganz Europa unterwegs. Beruflichen Stress und Überstunden hatten wir satt, sehnten uns stattdessen nach den unbeschwerten Weiten am anderen Ende der Welt. Eine bessere Work-Life-Balance und viel Ruhe und Natur versprachen wir uns vom Umzug ins Unbekannte. Auswandern nach Neuseeland kann schon seinen Reiz haben!

Nach unserer Rückkehr von unserer Hochzeitsreise gaben wir uns ein Jahr, um den Plan in die Tat umzusetzen. In Deutschland lösten wir alles auf, kündigten unsere Wohnung und verkauften einen Großteil unseres Hab und Guts. Da ich zu der Zeit für einen internationalen Konzern arbeitete, knüpfte ich Kontakte mit unserer neuseeländischen Niederlassung, woraus sich eine vielversprechende Aussicht auf eine Stelle ergab. Leider standen mit der Konzernübernahme kurz vor unserer Abreise auch weltweite Einstellungsstopps und Stellenstreichungen an, sodass sich mein potenzieller Job schnell erledigt hatte. Dennoch verfolgten wir unseren Plan weiter, verschafften uns mithilfe des Working Holiday Visums eine einjährige Arbeitserlaubnis und reisten schließlich ohne Jobangebot und mit nur drei Koffern nach Neuseeland.


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Anfangs wohnten wir drei Wochen in einem in die Jahre gekommenen Motel in Auckland, von wo aus wir unser neues Leben regelten: Kontoeröffnung, Steuernummer, Autokauf, Arbeits- und Wohnungssuche, Anschaffung von Möbeln und anderem Hausrat. Mein Mann, ein Mechatroniker mit Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker in Elektrotechnik, wurde letztlich von der neuseeländischen Niederlassung seines deutschen Ausbildungsbetriebs eingestellt.
Durch diese Beziehung war ihnen nicht so wichtig, dass seine deutschen Qualifikationen in Neuseeland offiziell nicht anerkannt wurden. Ich bin Lebensmitteltechnologin und versuchte mein Glück erst bei einer Jobvermittlungsagentur. Diese sagte mir, dass mein Masterabschluss zwar anerkannt sei, ich damit aber leider überqualifiziert sei.
Nur wenig später wurde ich dann selbst über das Online-Stellenportal „Seek“ fündig – ohne Beziehungen und ohne Agentur, einfach nur mit ein bisschen Glück!

Neuseeland - Gekommen, um zu bleiben

Nachdem uns das Leben in Neuseeland so gut gefiel, unser Visum aber auf ein Jahr begrenzt war, machten wir uns schon bald an die Arbeit, ein neues zu beantragen.

Nach zwei-monatiger Dokumentenbeschaffung reichten wir den ersten Antrag auf eigene Faust ein, welcher jedoch umgehend abgelehnt wurde. Angeblich erfüllten wir die Kriterien nicht. Ich fand die Argumente ziemlich willkürlich, wusste aber nicht genau, was wir deswegen unternehmen sollten. Die Entscheidung der Behörde war gefällt, da gab es nichts zu diskutieren. Dadurch, dass uns langsam die Zeit davon lief, wandten wir uns, auch auf Anraten anderer deutscher Auswanderer in Auckland, an einen Einwanderungsberater. Dieser schlug einen anderen Weg in einer anderen Visakategorie ein und konnte erfolgreich erst ein zwei-jähriges Arbeitsvisum und später eine Daueraufenthaltsgenehmigung für uns erwirken. Selbstverständlich ließ er sich für seine Arbeit gut bezahlen, aber wir hatten ja zuvor schon selbst bemerkt, dass es in unserem Fall ohne einfach nicht ging.



Nach ziemlich genau drei Jahren in Neuseeland sehe ich das Land inzwischen als meine Heimat an – wir wollen definitiv bleiben! Das Auswandern nach Neuseeland hat uns auf jeden Fall nicht enttäuscht.
Ich arbeite immer noch bei der gleichen Firma wie am Anfang und genieße die relaxte Arbeitsatmosphäre. Durch meine europäische Herkunft habe ich oft andere Ansichten als meine Kollegen, werde aber für die daraus resultierenden Denkanstöße geschätzt. Gut ist auch, dass ich nicht als „der Ausländer“ abgestempelt werde, da Neuseeland ein Einwandererland ist und quasi jeder ein Ausländer ist. Die asiatische Gemeinde wächst stetig, aber auch die „echten“ Kiwis leben erst seit wenigen Generationen hier.

Das Land ist noch so unglaublich jung!

Am Wochenende unternehmen wir viel, machen Ausflüge in die Natur, wandern oder baden im Meer, gehen Surfen oder klettern durch Höhlen. Es ist einfach unglaublich, was Neuseeland zu bieten hat und dafür muss man noch nicht einmal weit fahren. Selbst rund um Auckland, die Stadt, die jeder Backpacker zu Unrecht meidet, gibt es so viel zu sehen. Und das Beste, fast alles ist gratis! Am meisten faszinieren mich die neuseeländischen Glühwürmchen. Die kann man nicht nur abends an Felswänden sitzen sehen, sondern auch in Höhlen, beispielsweise den Waipu Caves oder den Abbey Caves im Norden von Auckland. Kaum macht man die Taschenlampe aus, steht man unter einem glitzernden Sternenhimmel!

Auswandern nach Neuseeland
Glühwürmchen in den Waipu Caves

 

Mit Heimweh hatte ich bisher noch nicht zu kämpfen. Durch das Internet ist es heutzutage sehr einfach, Kontakt zu Familie und Freunden zu halten und hilft ein Projekt wie das Auswandern nach Neuseeland weitgehend von Herzschmerz frei zu halten.

Zudem werden wir mindestens einmal im Jahr besucht oder verabreden uns im Urlaub irgendwo auf halbem Weg. So waren wir beispielsweise im letzten Jahr auf Bali und im nächsten Jahr geht es nach San Francisco.

Leider musste ich jedoch feststellen, dass nicht alle unsere Bekannten mit unserer Auswanderung einverstanden waren und einige Freundschaften rasch abbrachen.
Ein zweites Manko ist das deutsche Essen.
Einiges kann hier in Neuseeland zwar inzwischen erstanden werden, ist aber ziemlich teuer. Die neuseeländische Küche hat viele Leckereien zu bieten, wie etwa Lammsteaks oder Pavlova, aber manchmal ist einem einfach nach einem großen Teller Spätzle oder einer Scheibe richtigem Roggenbrot. Da muss man dann eben kreativ werden und selbst Hand anlegen.

Auswandern nach Neuseeland endet eben nicht mit dem Erhalt der Visa.

Eine nette Herausforderung für den Alltag!

 

Wer nach diesem Artikel nun noch die Lust verspürt mehr von Isabel zu lesen – den können wir hier auf ihr Buch verweisen:

 

Isabels Buch "Abenteuer Auswanderung"
Isabels Buch „Abenteuer Auswanderung“

 

Wir danken Isabel in jedem Fall herzlich und wünschen ihr alles alles Gute…und wer weiss…vielleicht trifft man sich ja mal in NZ.

Auswandern nach Neuseeland - Maori Wort für Wort
Auswandern nach Neuseeland – Maori Wort für Wort

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