Lucha Libre y Mexico, der Kampf der Giganten

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„¡Palomitaaaaa! ¡Refrescooo! ¡Cervezaaaaa!“ Schallt es von links und rechts über die Zuschauerränge, deren Besetzer gespannt auf den Beginn des Kampfes, des Lucha Libre und deren Luchadores warten. Ja, so ein kühles Cerveza (Bier) und ein paar Palomitas (Popcorn) gehört genauso zum Lucha Libre wie das jubeln, schreien und mitfiebern während der Kämpfe. Auch wenn man nicht weiss was genau man da schreit – ein „Uuuuuhhhh“ oder „Aaaaaah“ geht immer.

Lucha Libre ist die mexikanische Version des Showwrestlings, die Luchadores tragen meist Masken und ausgefallene Kostüme mit Capes. Verschiedenste Figuren werden gespielt, vom Tiger bis zum langhaarigen, schnautzbärtigen Mariachi.Es geht um die Show; die Moves sind riskant und man wundert sich nicht selten, dass hier kein echtes Blut fliesst, nicht einmal wenn der Luchador aus dem Ring in das Publikum geschleudert wird(!).

Lucha Libre bedeutet so viel wie Freistilkampf, aber echt gekämpft wird hier nicht. Wer hier wann welche Moves macht, scheint – zumindest grob – festgelegt zu sein und wer als Gewinner den Raum verlässt damit auch. Dennoch gibt es Luchadores die einen echten Kultatstus vorweisen können, selbst Kinder können die Masken den entsprechenden Wrestlern zuweisen und alte Männer teilen sich Geschichten spannendster Kämpfe wie sich unsere Väter und Großväter Stories aus der WM 74 oder 54 erzählen… .

Luchadores können Helden werden, das Training ist hart, die Showeinlagen müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, um das Publikum immer wieder von Neuem begeistern zu können.
Wer gut ist, gelangt an die Spitze des Ruhms.
Einer der bekanntesten Luchadores, „El Santo“ – „der Heillige“ trug seine Maske sogar nach dem Rücktritt und enthüllte seine wahre Identität erst im hohen Alter.
Er wurde mit Maske begraben. (Quelle: Wikipedia)

In ganz Mexiko, vor allem in Mexico City thronen die maskierten Luchadores als Graffitti von Häusern ihrer größten Fans.

Die meisten Luchadores kämpfen maskiert, um ihr Gesicht zu verhüllen, das ist aber keine Pflicht. Es muss zum Kostüm und zur Figur passen.
Wird ein Kämpfer im Kampf demaskiert, ist das die größte Demütigung. Die Figur verliert ihre Anonymität und „stirbt“.
Die Kämpfe können im Mann gegen Mann (oder Frau gegen Frau) Kampf stattfinden, was allerdings eher selten ist – es geht ja schliesslich um die Show.
Meistens wird zwei gegen zwei gekämpft oder drei gegen drei.
Die Kämpfer fliegen durch die Luft, „schlagen“ sich, „treten“ sich.
Nicht nur im Ring – auch ausserhalb, bis in die Zuschauerränge.
Gegenstände wie Stühle oder (live gesehen) eine Klobrille kommen zum Einsatz.
Kunstblut spritzt.
Es wird geschrien und provoziert auch mal in Richtung Publikum.
Das Publikum geht voll mit – heizt den Lieblingskämpfer voll an.
Palomitas und Cervezas werden in den Ring, auf die Kämpfer geworfen.
Es geht zu wie bei einem (modernen) Gladiatorkampf, es geht (scheinbar) um Leben und Tot.
Man kann sich vollkommen mitreissen lassen und vergessen, dass es hier um eine Show geht.

Die Gewalt ist gespielt, die bösen Worte sind als Projektion auf die Figur zu verstehen, das Pfeiffen, wenn die „Pausenmädchen“ um den Ring laufen, gehört dazu, aber keiner würde das jemals draussen machen. Den „Ottonormalmexikaner“ haben wir stehts als sehr respektvoll und zuvorkommend erlebt.

Wer in Mexico City ist, und abends etwas Zeit zur Verfügung hat, sollte unbedingt die Arena Mexico in der „Calle Dr. Lavista“ aufsuchen, fußläufig zur Metro „Cuauhtémoc“ gelegen.
1956 erbaut und mit Platz für bis zu 16.000 Zuschauer. Kämpfe finden annähernd allabendlich statt. Das Programm kann hier eingesehen werden: www.arenamexico.com.mx.
Ticketpreise liegen zwischen 50 (Niedrigste Klassen und günstigster Rang bis 1000 Peso für die TopClass). Kauft am Schalter, hier gibt es die offiziellen Tickets und Preise und… vergesst auf gar keinen Fall euch mindestens eine Maske als Andenken mitzunehmen. Diese kosten je nach Quali zwischen 100 und 300Pesos. Wer es Ernst meint, deckt sich gleich mit Cape und Gürtel und Stiefel ein und marschiert so durch die Nacht zurück zum Hotel. 🙂

10 Tage waren wir in dieser wundervollen Stadt „Mexiko City“ und an vier Abenden haben wir uns „Kämpfe“ angesehen.
Beim nächsten Mal definitiv wieder, mit Bier und Popcorn für je 2€ auf den günstigsten Rängen für 5€, besser als jedes Kino.nLeider leider sind „richtige“ Kameras nicht erlaubt.

Vergesst bitte nicht eurem Platzanweiser ein kleines Trinkgeld zu geben. 20Pesos für zwei Personen gehen klar.

 

¡Schaut euch unbedingt auch das Video an, um einen Eindruck eines Lucha Libre Kampfes zu bekommen!

 

Ihr wollt mehr Infos über Lucha Libre? Checkt das hier aus:

und am besten seht ihr schon beim lesen aus wie ein echter Luchadore

und wer lust darauf hat die Szene ein bisschen augenzwinkernder kennenzulernen sehe sich diesen Film mit Jack Black an


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