Chichen Itza der Stolz Mexikos

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Chichen Itza ist zwangsläufig ein dem Gedanken „Mexiko“ folgender Zweig, wenn man sich auch mit der Geschichte und den daraus resultierenden Hinterlassenschaften dieses wunderbaren Landes auseinandersetzt.

Die mexikanische Hochkultur wurde maßgeblich durch die Azteken und die Mayas geprägt; befanden sich die Azteken im mit-nördlichen Bereich Mexikos, um Mexiko City herum, hinterließen uns die Mayas Chichen Itza auf der Halbinsel Yucatan, die heute auch für den Touristenort Cancun und die Ruinenstätte Tulum bekannt ist.

In Mexico City hat man leider keine wirkliche Möglichkeit mehr eine Tempelanlage der Azteken zu besuchen, dafür haben die Spanier gesorgt. Lediglich „Teotihuacan“ – etwas ausserhalb gelegen – zeugt von vorkolonialer Schaffenskraft, aber über diese Stätte und ihre Bewohner ist nicht viel bekannt.

Umso wichtiger die Stätten der Maya zu besuchen, wenn man schon dazu die Möglichkeit hat.
Chichen Itza ist natürlich ein heiss gehandeltes Thema, wenn man sich in Cancun befindet (sicherlich auch in den anderen Städten, aber wir waren ja nur hier), an jeder zweiten Ecke und an jedem Empfang eines jeden Hotels werden Tagesausflüge nach Chichen Itza angeboten und angepriesen.
Die Preise variieren hier mitunter beträchtlich.

Unser Hotel bot zum Beispiel eine Tour für 130US$ pro Person an – Bustransfer, Eintrittspreis, Führer und Getränk inklusive.
Eine Reiseagentur um die Ecke hatte eine Tour mit identischen Leistungenfür 35US$ im Angebot.
Abfahrten waren jeweils täglich an definierten Abfahrtspunkten; da wir keines dieser Angebote wahrnahmen, können wir natürlich nichts über die entsprechende Qualität sagen.

Unser Motto war wie immer – Machs dir selbst!

Mit dem Public Transport Bus Nr. 1 geht es dazu erst einmal zum Busbahnhof von Cancun. Der PT fährt im Minutentakt in der Zona Hotelera und kostet pro Person 22Peso hin und zurück.
Im Busbahnhof fährt einmal am Tag ein Bus des Unternehmens ADO der ersten (Klima/TV/superclean) und der zweiten Klasse (auch Okay) die Strecke nach Chichen Itza.
Die erste Klasse ist hier 3 1/2 Stunden; die zweite 4 1/2 Stunden unterwegs.
Wenn der Bus voll ist – ist er voll. Es lohnt sich also am Vortag ein Ticket zu buchen. Das Ticket erster Klasse kostet pro Person 536Peso (inkl. Return/2016).
Zurück geht es dann um 16:30 mit dem gleichen Bus, der auf dem Parkplatz vor Chichen Itza steht. Das ist auch der einzig Öffentliche, also nicht verpassen.

Der Zugang in diese Sehenswürdigkeit war etwas abenteuerlicher als in Teotihuacan oder Angkor Wat.
Fehler Nummer eins: Wir reisten an einem Sonntag an. Sonntags zahlen Mexikaner keinen Eintritt (sonst einen ermäßigten). Die Schlange vor der Kasse war die Längste, die wir je sahen … sicherlich zwei Kilometer lang wenn man sie auseinander ziehen würde.
Fehler Nummer zwei: Wir hatten keinen ausreichenden Sonnenschutz und viel zu wenig zu trinken dabei. Konnte ja auch keiner wissen, dass wir so lange anzustehen hatten.
Fehler Nummer drei: Es gibt Kassen für Ausländer (uns) und Einheimische – steht zwar nirgendwo ausgeschrieben, aber wenn man es weiss, weiss man wonach man zu schauen hat: Dort wo alle Weissen stehen. ☺ Ist man erst einmal bei all den Gringos einsortiert, geht es relativ fix.

Der Eintrittspreis beträgt für Weisse 232 Peso. Studentenausweise führen zu keiner Ermäßigung.

Erst einmal drin, bemerkt man wie riesig die Anlage ist.
Und wie wunderschön.
Mit dem 08:30 Bus gefahren, erreichten wir Chichen Itza gegen 12:00 und waren um 13:00 drin. (…wäre schneller gegangen, wenn wir uns sofort am Ausländer-Ticket-Schalter angestellt hätten 🙂 )
Uns blieben also drei Stunden, die wir wirklich gut nutzten.
Atemberaubende Bauten, Pyramiden, Tempel, Wasserlöcher, ein „Fussballfeld“, noch mehr Tempel und Ruinen und dreihundertmilliarden Souvenierverkäufer, die alle nur dein Bestes wollen – dein Geld.
Das Gute – die Preise für Souveniers sind hier durchweg günstiger als in Cancun. Das Schlechte- Trinkwasser wird nur an zwei oder drei Ständen verkauft und die nutzen ihr Monopol. Trinkwasser ist teurer als ausserhalb von Chichen Itzen, aber vom Preis noch OK.

Die Stunden in dieser alten Stätte vergehen wie im Fluge und es gibt so viel zu sehen.
Einige Infotafeln vor den wichtigsten Gebäuden erzählen über die Geschichte und lehren so gut sie können – sogar auf Englisch.

Diese Sehenswürdigeit liegt nun nicht unbedingt vor der Tür, aber es lohnt sich definitv.
Wer in Cancun ist, sollte sich unbedingt diesen Tag nehmen und dorthin fahren.

Die Kosten der Selbstorganisation liegen summa sumarum bei etwa 800 Peso pro Person – also runde 40€ und ist damit ungefähr so teuer wie das billigste Pauschalangebot.
Wirklich was zu sparen ist hier nicht.
… Aber zu erleben!


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