Das verlassene Hotel in Vientiane

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Das verlassene Hotel in Vientiane, der Hauptstadt des Landes Laos war eine gelungene Abwechslung für uns.

Nachdem wir in einem Zweitagesritt von Luang Prabang im Norden nach Vientiane auf unseren Mopeds gekommen waren stellten wir fest, dass Vientiane doch nur eine weitere Großstadt Asiens war, Tempel, Nachtmärkte – das übliche. Wenngleich die 500.000 Einwohner der Stadt eher gemächlich unterwegs waren.
Zweifelsohne hat die Stadt eine tolle Geschichte, ein paar schöne Ecken, das Parlament, Thailand in Sichtweite über den Mekong, die Botschaft Nordkoreas, das Revolutionsdenkmal und den Triumphbogen. Von der sozialistischen Staatsform und davon, dass Laos eines der ärmsten Länder der Welt sein
soll merkt man hier nicht viel.

Wir brauchten aber trotzdem dringend ein Abenteuer, zumindest ein kleines.
Das verlassene Hotel in Vientiane kam uns da gerade recht.

Wir haben leider nichts zu Geschichte herausbekommen und so bleibt das Gebäude, das verlassene Hotel in Vientiane, eine für uns geschichtslose Ruine im Herzen Vientianes von deren Balkonen man einen wunderschönen Blick auf den Mekong und über diesen bis nach Thailand geniessen kann.

Die Eingänge zum Nebengebäude des an der Hauptstraße gelegenen Eckhauses waren zugenagelt worden.
Mit einer kleinen Kletterei durch eines der aufgebrochenen Fenster jedoch gelangt man ohne Probleme in Teile des Erdgeschosses.

Müll, Schutt, Glasscherben allerlei Unrat auf dem Boden.
Hier könnte mal ein Restaurant gewesen sein, oder ein Laden.
Von einer unbeschwerten Zeit des Genusses jedoch keine Spur mehr.
Angrenzende Räume sind mit Behelfsmauern verschlossen, Türen zugemacht.

Wir springen durch das Fenster wieder auf die Straße.

Nebenan wieder durch ein anderes Fenster.

Das könnte einmal das Foyer gewesen sein, in diesem jetzt verlassenen Hotel in Vientiane.

Wir stehen auf Estrich, keine Deckenverkleidung, keine Tapete – kein Mobiliar.
Abgewrackt.

Wir sehen auf einen Tresen der einmal der Empfang gewesen sein könnte.
Reste aus Beton – von der Zeit überrollt.

Wir gehen auf die Treppe in der rechten, hinteren Ecke zu.
Wir stoppen, ein alter Altar steht in der Ecke, die Kerzen umgekippt. Verstaubt.
Hier wurden schon seit längerem keinen Göttern mehr gedacht.

Die Treppe führt uns in den ersten Stock.
Über Holzbretter, Wellblech, Schutt.

Wir sehen auf den Gang zu den Zimmern, aussen gelegen. Der Beton des Bauwerkes trägt deutliche Zeichen der Witterung.
In den Zimmern liegen Steine auf dem Boden, keine Fensterscheibe ist mehr intakt, von aussen eingeworfen.
Die ehemaligen Toilettenräume sind ausgeräumt.

Es liegen Spielkarten und Zeitungen auf dem Boden.

Der zweite Stock ist über den Raum zu erreichen der über dem Eingangsbereich liegt.
Grafittis an der Wand.
Eine wundervolle Aussicht auf den Mekong.
Mönche laufen in orange gekleidet über die Straße.
Auf dem Boden liegt eine halbe Kokusnuss mit Eurostücken in der Schale.

Wie die wohl dorthin gekommen war…

Im zweiten Stock wird der Verfall deutlicher.
Das Dach hält schon lange nicht mehr dicht.
Gebrochene Balken, eingestürzte Platten.

Wie lange dieses Haus wohl schon so steht?
Wie lange es wohl noch steht?

Wir klettern wieder auf die Straße.
Die Leute in der Nudelküche gegenüber schauen verdutzt und wenden sich wieder ihrem Alltag zu.
Für sie scheint der Verfall normal.

Gibt es ihn doch sehr oft zu beobachten.

Wenn ihr, so wie wir, Interesse am “Ruinentauchen” entwickelt habt können wir euch noch die beiden anderen Artikel zu diesem Thema ans Herzen legen.

Die verlassene Fishmall in Bangkok / Thailand

Der verlassene Space Roller in Chiang Mai / Thailand


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