Abarkooh – Zarathustra und der 20kIRR Schein

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Abarkooh – Zarathustra und der 20kIRR Schein

Abarkooh ist ein kleines verschlafenes Nest in der iranischen Wüste und eigentlich nicht der Rede wert. Wären hier nicht einige Sehenswürdigkeiten für die sich ein Übernachstopp tatsächlich lohnen.

Von Shiraz, in Richtung Yazd kommend wird man, nachdem man Persepolis, Necropolis, Pasargarde früher oder später an Abarkooh vorbeikommen. Man kann hier halten oder direkt weiter nach Yazd fahren – um ehrlich zu sein gibt es aber einige gute Gründe hier eine Nacht zu verbringen wenn man diesen kleinen Puffer in seinem Zeitplan hat.

Wir hatten unseren Fahrer einfach gebeten uns hier abzusetzen.

Abarkooh ist ein 25tausend Einwohner Städtchen -> https://en.wikipedia.org/wiki/Abarkuh mit hoher “Attraction per Capita rate” .

Zuersteinmal sei erwähnt, dass die Leute hier sehr sehr freundlich sind.

Gerade aus Isfahan und Shrizaz gekommen war dieses Kleinstadtleben in dem zwei Weisse eine Ausnahme darstellen mit vollem Fokus auf uns gerichtet.
Der Bäcker hat uns einen Discount gegeben (den wir nicht annehmen wollten – aber mussten), eine Familie hat uns Brot auf der Straße geschenkt und … natürlich mussten auch einige Selfies gemacht werden.

Famous ist Abarkooh aber natürlich nicht wegen den netten Menschen hier, sondern besonders für zwei Dinge:

1. Ein (sehr) alter Baum

Im Stadtzentrum steht ein alter Baum, eine Zypresse mit einem angeblichen Alter von 4.000 Jahren! Wahnsinn oder?

Damit aber nicht genug, dieser Baum soll von keinem anderen gepflanzt worden sein als von Zarathrustra selbst und stellt somit ein Heiligtum der noch im Iran aktiven Gemeinde der Zoroastrier dar.

Der Eintritt kostet 200kIRR. Dafür kommt man dem heiligen Baum sehr nahe – anfassen ist aber nicht.

Davor wird man durch eine Abtrennung gehindert. …ist auch OK so, man muss ja nicht alles antatschen.

 

2. Ein (nicht ganz so) altes Haus

Jeder der einen 20kIRR Schein in den Händen hielt kennt es.

Das Aghazadeh house. Es ist ein klassisches, mehrstöckiges Haus mit vielen Bögen und Passagen wie man es vielleicht schon aus Kashan kennt, mit großem Innenhof, Kühltürmen und einem sagenhaften Blick vom Dach auf die Umgebung der Altstadt Abarkuhs, gerade bei Sonnenuntergang spektakulär.

Das Haus beherbergt ein Restaurant und ein Hotel.

Das Hotel selbst ist sehr schön und sauber.

Das Restaurant kann man sich ehrlichgesagt sparen…da gibt es sicherlich besseres in der Umgebung.

Die Nacht kostete etwa 20€ für 2 Personen, inklusive Frühstück.  

 

Doch damit nicht genug, zum Beispiel wäre hier noch als Sehenswürdigkeit erwähnt:  

 

3. Das Ice House

Im Dorf steht ein Antikes Kühlhaus welches man besichtigen kann.

Hier hat man früher – also ganz früher – im Winter Eis gesammelt und es nach und nach zur Kühlung von Speisen im Sommer verbraucht.

Abarkooh - Ice House

Kosten = 0  

4. Gonbad e-Ali

Dieses Bauwerk reicht ins 11. Jahrhundert zurück und ist einer der ältesten Grabestürme im Iran.

Um den Turm der sich ein gutes Stück ausserhalb der Stadt befindet ist eine kleine Picknick Area angelegt – Schatten sucht man vergeblich, finden wird man jedoch einen faszinierenden Ausblick auf das Umland – Hauptsächlich Wüste und in etwa 5 Kilometern Entfernung Abarkooh.

Bei Sonnenuntergang ein wahrer Traum. Die Aussicht ist großartig.      

Der Eintritt ist kostenfrei.

Mit dem Taxi kommt man aus der Stadtmitte für ca. 160kIRR hier her und wieder zurück.

Inklusive ca. 30Min. Wartezeit. Sollte man sich nicht entgehen lassen.

 

In weiteren Artikeln findest Du Infos zu:


Wenn ihr wissen wollt wo wir während unseres Sabbaticals waren, könnt ihr euch auch hier über unsere Route informieren.

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