Den Rucksack richtig packen

Es gibt wohl für eine Backpackerreise nichts wichtigeres als den Backpack – also den Rucksack an sich. Logisch, steckt dieses Wort ja schon in der eigentlichen Unternehmung an sich verborgen.

Kleiderschrank, Nachttisch, Küche, Arbeitszimmer – all das gilt es, radikal reduziert auf das notwendigste unterzubringen und dann dabei noch transportabel zu bleiben ist die wohl wahre Kunst im Rucksack packen.

Die richtige Packliste, das richtige Gewicht all dies ist so stark von der eigentlichen Unternehmung abhängig, dass ich mir es hier nicht wagen möchte konkrete Vorschriften zu machen was mitzunehmen ist und was nicht. Macht man einen Trip durch die Arktis, die Wüste oder das Hochland weichen die Gegenstände die man mit sich nimmt viel zu stark voneinander ab.
Grundsätzlich gilt natürlich immer Unsinniges zu Hause zu lassen und sich bei jedem Packstück zu fragen:
„Brauche ich das wirklich oder hänge ich nur daran?“.

Dieser Artikel soll sich um das richtige Packen des Rucksackes handeln.

Basics wie ein Erste Hilfe Set, eine kleine Reiseapotheke, ein Schlafsack, eine Trinkflasche und auch eine Rolle Klopapier gehören aber in jedem Fall auf die Packliste.

Hat man vor lange Strecken mit seinem Rucksack auf dem Rücken zurück zu legen sollte dieser natürlich leichter sein als bei geringeren Strecken, auch wird ein Großteil des Maximalgewichtes
schon von eurer Airline vorgegeben mit der ihr fliegt, in der Regel sind das etwas um die 25 – 30kg, mit denen seid ihr dann auch schon wirklich gut bedient.

Eine Faustformel verweist auf ein Maximalgewicht von 30% des Körpergewichtes, das wären bei 75kg eben diese 25kg, ob ihr in der Lage seid das zu tragen? Probiert es aus!

Ihr werdet aber sehr schnell sehen, dass dieses Gewicht bald erreicht ist, alleine der Rucksack ist schon mit 3-5kg zu veranschlagen, besorgt euch also eine Waage und wiegt.
Eine Personenwaage ist völlig ausreichend.

Ihr vermeidet dadurch ein überladen des Rucksackes, eine Überbelastung eures Rückens, die vorzeitige Ermüdung eures Körpers und ein ebenso schmerzhaftes nachzahlen von Strafgebühren am Check In Schalter eurer Airline.

Das Packen

  • Schlafsack, Decken und andere leich­te Gegenstände kommen ins Bodenfach. Mittelschwere wie Kleidung nach oben außen.
    Schwere Ausrüstung wie Zelt, Proviant, dicke Jacken, nach oben in Schulterhöhe, möglichst nah an den Rücken.
  • Kleinigkeiten und Gegenstände auf die man oft und oder schnellen Zugriff braucht sind im Dec­kel­­­fach gut aufgehoben.
    Um Nachteile wie Hängenbleiben, größere Wind­an­griffs­flächen oder Nässe zu vermeiden, so kompakt und so wenig Aus­rüs­tung wie möglich außen am Rucksack befestigen. Generell, gerade auch bei Seiten­taschen, auf die gleichmäßige Gewichts­ver­tei­lung achten.
  • Packbeutel (Beutel, Tüten), schaffen innen Ord­nung und ermöglichen es auch Schmutzwäsche von sauberer zu trennen, sie sind wie Regale in eurer Kommode, nur flexibel. Wasserdichte Dokumententaschen schützen eure wichtigen Sachen.
  • In wasserdichter Form sind sie eine sehr sichere Alternative zur Regenhülle, habt ihr aber weder das eine noch das andere, so habt ihr aber eventuell einen
    Poncho dabei den ihr drüberwerfen könnt, oder aber ihr improvisiert mit einem Müllsack.

 

Der Schwerpunkt

Wenn ihr die Packregeln beachtet, seid ihr sehr gut dabei einen optimalen Schwerpunkt zu erreichen.
Bei dieser dauerhaften Gewichtslast die ihr unter Umständen auch für längere Zeit umhertragt ist es wichtig gut balanciert zu sein damit euer Körper nicht dauerhaft gegensteuern muss, Fehlhaltungen werden vermieden, Verkrampfungen ausgeschlossen, der Tragekomfort wird erhöht.

Der Schwerpunkt des Rucksackes sollte somit dicht am Körper und in Höhe der Schultern und möglichst mittig liegen. So wird verhindert, dass ihr weder nach links oder nach rechts gezogen werdet und nicht ausbalanciert seid, noch zieht der Rucksack allzusehr nach hinten, was ihr durch ein ständiges „gegenziehen“ ausgleichen müsstet und einen angenehmen, aufrechten Gang wahren könnt.

Der Schwerpunkt des Rucksacks sollte also linear zu dem Schwerpunkt eures Körpers wirken.

Achtet für die optimale Balanciermöglichkeit auf ein festes Gestell des Rucksacks, auf die Möglichkeit den Rucksack an eure Körpergröße anzupassen sowie auf Brust- und Hüftriemen um eine perfekte Kraftableitung und guten Sitz zu gewährleisten.

 

Schweres und leichtes Gelände

Wie immer im Leben, gibt es „den einen Weg zum Glück“ nicht.

Auch gilt dies fürs Packen des Rucksackes, die Grundregeln wie oben beschrieben beachtet, werden euch das Leben sehr erleichtern.
Wenn ihr jetzt noch ein bisschen auf das Gelände eingeht und hier mit dem Schwerpunkt spielt könnt ihr es euch noch etwas leichter machen.

Leichtes Gelände
Der Lastschwerpunkt liegt höher, ein aufrechter Gang wir erzielt, man ist agiler.

Schweres Gelände
Der Lastschwerpunkt wird tiefer, also in Richtung Hüfte gelegt, je nach Schwere des Geländes so sehr, dass man eine etwas gebücktere Haltung annhemen muss.
Dies ist aus ergonomischer Sicht vielleicht nicht ganz so optimal,man erreicht allerdings einen festeren Stand, was durchaus von Vorteil ist wenn man etwas Kraxeln muss.

 

Zusammenfassung:

– Faustformel für das Maximalgewicht: 30% des Körpergewichtes
– so wenig wie möglich
– leichtes ins Bodenfach
– kleines und oft gebrauchtes in den Deckel
– schwere Ausrüstung in Schulterhöhe
– Regenschutz (?!)
– den Schwerpunkt beachten

 

Habt ihr vor neben dem Transport all eurer Habe auch Tagestouren zu machen wäre es empfehlenswert noch einen kleineren Rucksack einzupacken, diesen könnt ihr dann auch als Handgepäck im Flugzeug verwenden und kommt so immer an eure wichtigsten Utensilien.

 

Zu unseren Rucksäcken findet ihr einen Artikel im Bereich „im Rollköfferchen“.

Rucksack oder Rollkoffer – Backpacker oder Handpacker?

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