Eigenkündigung – was nun? Meldung der Arbeitslosigkeit!

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Die wenigsten von uns Globetrottern werden wahrscheinlich einen Arbeitgeber haben, der Einen für ein halbes, oder gar ein ganzes Jahr freistellt – ob bezahlt oder unbezahlt sei mal dahingestellt, in diesem Text soll es soll auf die

Eigenkündigung

hinauslaufen – oder besser: Auf das danach, die Arbeitslosigkeit und wie Ihr den Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 nicht verliert.

In der Kosequenz der Entscheidung, eine ausgedehnte Weltreise zu begehen, muss diese letztendlich folgen, da man sich lösen will und muss und dies einfach zur Organisation und Planung einer Weltreise hinzugehört.
Eine Kündigung ist in den seltesten Fällen leicht, man hat viel Zeit mit den Menschen verbracht – mehr als mit seinen engsten Freunden und seiner Familie und hat vieles gesehen und gelernt was einen fachlich und vor allem auch menschlich verändert und im besten Falle auch weiter gebracht hat.

Es war natürlich nie alles Gold, es gab sicherlich Tiefen aber bestimmt auch Höhen. Man ist gut beraten, dass Kündigungsgespräch in einer frei von negativen Emotionen geschwängerten Atmosphäre zu führen und als „Freund“ in die Arbeitslosigkeit zu gehen, weil

1. Ihr mit eurer Kündigung für Aufwand, Trouble und auch für Kosten beim bisherigen Arbeitgeber sorgt, der euren – nicht unegoistische – Entschluss kompensieren muss.

2. Ihr am Ende sicherlich ein Zeugnis wollt.

3. Man sich unter Umständen immer zweimal im Leben sieht.

Haltet euch an eure Kündigungsfristen – ABER wenn ihr wichtige Projekte auf euch zu rollen seht, dann gebt frühzeitig ein Signal, gehen zu wollen. Es ist schlichtweg unfair so zu tun als ob – obwohl nicht und dadurch Wichtiges gegen die Wand fahren zu lassen. Ist es ein guter Chef, wird er das zu schätzen wissen und wenn nicht, also ich zumindest glaube an so etwas wie Karma (कर्मन्), wird sich das irgendwie oder irgendwann anders bezahlt machen.

Aber damit vielleicht mal an anderer Stelle weiter…

…hat man nun gekündigt, ist einer der ersten Schritte danach der Gang zur Agentur für Arbeit, oder auch ARGE, um seine neu gewonnene oder anstehende Arbeitslosigkeit kund zu tun.
Freundlich wie man ist, erläutert man die Situation kurz: selbst gekündigt wegen Weltreise, bin arbeitslos – aber nicht arbeitssuchend, stehe dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.

Steht man dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, hat man auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld (ALG I).

Wofür also dann der Quatsch mit der Meldung der Arbeitslosigkeit fragt ihr euch? Ganz einfach!

Bei der Eigenkündigung lauft erst einmal in eine dreimonatige Sperrfrist – egal ob ihr sucht oder nicht.
Kommt ihr von eurer Weltreise wieder, sind diese drei Monate Sperrfrist aber abgelaufen und ihr könnt gleich ab dem ersten Tage eurer Rückkehr den Anspruch auf Arbeitslosengeld 1, Sozialversicherung geltend machen.

Ausserdem werden zur Berechnung der Anspruchshöhe die Einkünfte der letzten zwei Jahre angesehen. Meldet ihr euch erst nach eurer Rückkehr arbeitslos, fallt ihr unter Umständen direkt in dir dreimonatige Sperre UND habt für die Zeit der Reise (wahrscheinlich) keine sozialversicherungspflichtigen Einkünfte nachzuweisen – was dazu führt, dass ihr vor der Reise zwar eingezahlt habt, während der Reise aber nicht und deswegen für diese Zeit auch nichts angerechnet bekommt.

Seid ihr nun VOR der Reise schon arbeitslos gemeldet, bleibt der Anspruch, den ihr zum Zeitpunkt der Meldung hattet, für vier Jahre erhalten, genug Zeit also, um in Ruhe zu reisen und nach Ankunft trotzdem sicher zurück zu kehren!

Wäre das ganze ein Videogame würdet ihr euer Savegame erstellen. 😉

Ihr bekommt vom Amt eine ganze Hand voll Unterlagen und Formulare, die da wären:

– „Merkblatt für Arbeitslose“Formulare Arbeitslosigkeit nach Eigenkündigung

– „Ihr Leistungsantrag“

– „Fragebogen bei eigener Kündigung“

– „Arbeitsbescheinigung“

– „Veränderungsmitteilung“

– „Besucherkarte“

Merkblatt für Arbeitslose:

Broschüre mit Tipps zur Arbeitssuche…unwichtig in unserem Fall(!)

Ihr Leistungsantrag:

Ist der Antrag für Arbeitslosengeld, ausfüllen, einsenden, als Antwort gesagt bekommen, dass man gesperrt ist, gut.

Fragebogen bei eigener Kündigung:

Wieso haben Sie gekündigt, gab es Ärger und Probleme? Hat man dich dazu genötigt? Etc.pp..

Arbeitsbescheinigung:

Diese ist vom (letzten) Arbeitgeber auszufüllen! Hier wird die Art und Dauer der Beschäftigung eingetragen, Entgelte, Befristungen und so weiter. Hierraus wird berechnet wie hoch euer Anspruch sein wird.

Veränderungsmitteilung:

Diese ist wiederrum von euch auszufüllen wenn sich mal etwas in eurem Leben..naaaaaa…richtiiig…verändert. 🙂
Ihr habt eure Reisepläne umgeschmissen und einen neuen Job?! This Formular is yours! 🙂

Besucherkarte:

Auf dieser Karte ist eure „Kundennummer“ und euer Ansprechpartner notiert. Packt die zu euren Unterlagen, kann nicht schaden diese und auch die anderen Reisedokumente parat zu haben. Man weiß ja nie.

In Kürze:

– sofort nach Kündigung

– persönlich zum Amt

– die Unterlagen ausfüllen (lassen)

– und baldmöglichst einsenden


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