Lebenslauf, ist das ein CV oder Résumé ?!

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Man kommt einfach nicht drum herum, um den Zwang einen Lebenslauf zu verfassen, nicht erst bei der Bewerbung um einen Job. Gleich ob dies in Deutschland oder im Ausland der Fall sein wird, nein – man muss sich schon bei dem Antrag eines Visums das einen nach Erteilung überhaupt erst dazu berechtigt aus- bzw. einzureisen schon mit eben diesem leidigen Thema auseinandersetzen.

Der uns (deutschen) bekannte Lebenslauf entspricht auch ganz dem Klischee der deutschen Mentalität, von A nach B, von Anfang zum Ende, strukturiert ohne große, viele Worte zu verschwenden.

Fängt man beim deutschen Lebenslauf, nachdem man seine persönlichen Daten wie Name, Geburts- und Kontaktdaten beschrieben hat und so wie man es lernte ein sympathisches, das eigene Ich am besten darstellende Passbild in der rechten oberen Ecke hinterlassen hat, für gewöhnlich mit dem ältesten, (und relevanten) Bildungsabschluss an und arbeitet sich dann der Reihe nach durch bis man den momentanen Stand erreicht hat,
ist es bei den Lebensläufen im englischsprachigem Raum etwas anders.

Anders aber nicht komplizierter – die Daten bleiben ja die gleichen.

Unterschieden wird jedoch zwischen einem CV, also dem Curriculum Vitae, dem Lebenslauf und dem Résumé.

Wollen wir diese Begrifflichkeiten doch erst einmal erklären, im Nachgang noch ein Download für ein CV / Résumé Template als .odt Datei welches euch das Leben etwas einfacher machen kann:

CV: Das Curriculum Vitae, oder der Lebenslauf
gibt eine geordnete chronologische Auflistung der persönlichen Daten, wie Name, Geburtsdatum und Ort, Anschrift, Telefonnummer und eMail Adresse und nachfolgend den Beruflichen, den Bildungsweg und gegebenenfalls Erfahrungen aus Praktika und Freiwilligenarbeit wieder.
Hier wird getrennt, einmal macht ihr (in dieser Reihenfolge) eine Sektion für Erfahrungen aus dem Arbeitsleben (Work Experiences) und für die Schule (Educational Experiences) und gegebenenfalls für Praktika und Freiwilligenarbeit (Volunteer Experiences), Spezielle Fähigkeiten wie zum Beispiel Führerscheine, Lehrgänge etc.pp., der Klassiker „Hobbies“ darf natürlich auch nicht fehlen – gibt er doch einen Einblick darüber womit ihr euch beschäftigt wenn ihr nicht „müsst“.

Im Unterschied zum Deutschen Lebenslauf fangt ihr mit der momentanen Situation an (Current) und arbeitet euch dann die ganze Schlange eures Beschäftigungs- und Bildungslebens hindurch.

Zu jedem Punkt dürft ihr ruhig eine kleine erklärung zu Art und Umfang eurer Beschäftigung machen, das reine Auflisten von „von – bis, Arbeitgeber, Stelle“ könte als zu wenig angesehen werden, fügt ruhig eine kurze prägnante Stellebeschreibung hinzu damit euer künftiger Arbeitgeber gleich ein Bild von dem Vermittelt bekommt was ihr da gemacht habt.

Das CV sollte nach Möglichkeit den zweiseitigen Umfang nicht knacken und wirklich nur das wichtigste wiedergeben.

Und was soll dann dieses Résumé sein?!

Das Résumé
nimmt eine Art Zwitterstellung ein, es ist sowohl CV wie oben beschrieben und gibt die wichtigsten (Bildungs)Punkte eures Lebens und die daraus gewonnenen Qualifikationen wieder ABER es ist gleichzeitig eine Art Bewerbungs- oder Motivationsschreiben aus dem zusätzlich zur Bildung auch noch Daten über eure Person und eure Motivation abgefragt werden.
Nehmt euch also etwas zusätzlichen Platz und schreibt als Einleitung, bevor ihr mit den Nackten Daten eures Lebens loslegt, in einem „10 Zeiler“ eine „Wer bin ich – warum bin ich und falls ich überhaupt bin – wieviele bin ich?!“ Beschreibung…nein, ganz so natürlich nicht, schreibt ruhig rein, dass ihr freundliche offene Menschen seid die Spaß daran haben mit anderen Menschen zu arbeiten…wenn es so ist und wenn es für eure Stelle relevant ist, in einem Cafe zum Beispiel könnte dies der Fall sein. Habt ihr vor auf einer Farm, alleine im Niemandsland die Zäune zu reparieren, könnte dieser schöne Charakterzug eher nachteillige Auswirkungen haben, schreibt in diesem Fall etwas von handwerklicher Begabung und Zuverlässigkeit und schmückt das etwas aus.
Ich glaube ihr wisst auf was ich hinaus will. Kurz, prägnant, kein Gelaber – max. eine 1/4 DIN A4 Seite.
Dann die restlichen Daten.

Auch hier sei angemerkt: Denkt daran, dass die von euch angegebenen Daten von irgendjemandem gelesen und aufgefasst werden müssen – haltet euch kurz.

Das ganze, selbstverständlich in englischer Sprache.
Ein Bild, wie bei uns üblich ist keine Pflicht. Das bleibt euch überlassen. Wenn ihr ein schönes habt, umso besser.

Bewerbt ihr euch vor Ort auf eine Stelle im Laden, im Cafe oder auf einer Farm dann gebt dort euer Résumé ab (ausser es wird ein CV gefordert) und übersetzte Zeugnisse und Zertifikate wie diese gefordert werden.

Wird der CV oder das Résumé online verlangt, ladet es immer als PDF hoch, 1. hat diesen Reader jeder, 2. können eure Daten so im Nachgang nicht mehr verändert werden.

Wie ich auch schon in dem Artikel „übersetzte Zeugnisse ins Gepäck!“ geschrieben habe ist es nicht von Nachteil sich um eine entsprechende Übersetzung in englischer Sprache zu kümmern bevor man losreist und diese dann auch Digital sichert, so spart man es sich diese mit sich herumzutragen und gegen Wasser und Schmutz sichern zu müssen.

Ausbildungen, Schul- und Hochschulabschlüsse sind europaweit und international vergleichbar gemacht worden.
Mehr zur Einstufung findet ihr hier:
Europäischer Qualifikationsramen
Internationaler Qualifikationsramen
Anhang zum Studiengang – Diploma Supplement

 

Download einer CV / Résumé Vorlage.

 

Auszug aus Template
Auszug aus Template

 

Ich hoffe wir konnten etwas Licht ins Dunkel bringen – wenn ihr Fragen habt, lasst Sie uns da. 🙂


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