Kosten einer Weltreise – was erwartet euch?

Die Kosten einer Weltreise sind wohl die Dreh und Angelpunkte des Kopfzerbrechens während der Vorbereitungsphase einer Weltreise – nach 14 Monaten on Tour haben wir für euch eine kleine Orientierungshilfe zusammengeschrieben.

Natürlich sind die Kosten einer Weltreise extrem von eurem Verhalten abhängig. Die Kosten EURER Weltreise können also durch euch direkt beeinflusst werden. Das ist gut – denn ihr habt es voll im Griff.





Natürlich ist die geographische Region, in der ihr euch umhertreibt, ausschlaggebend für das grundsätzliche Preisniveau, nicht nur die Kontinente und die einzelnen Ländern, sondern auch Touri Hotspots oder Inseln. Am härtesten sind natürlich Touri Inseln.

one million dollar
one million dollar

 

Da wir nicht jeden einzelnen Preis für jedes einzelne Land aufschreiben wollen (wir haben tatsächlich jede Ausgabe mitgeschrieben, aber was bringt es euch wirklich?), wollen wir hier mit Mittelwerten eine Indikation über die zu erwartenden Kosten geben.

Die Kosten, die während der Vorbereitung auflaufen, haben wir HIER zusammengefasst.

Eure Erfahrungen nehmen wir hier natürlich gerne hier mit auf. Schreibt uns einfach!

Grundsätzlich gilt für die genannten Kosten einer Weltreise:

Touri HotSpots +50%
Inseln und Outback +50%
Touri Inseln oder Touri Spots im Outback: +100% (also das Doppelte)


Die größten Einflussfaktoren für die Kosten einer Weltreise sind Essen-, Übernachtungs- und Fortbewegungskosten.

Und noch ein Tipp vorweg:

Auch wenn es verkopft erscheint – führt Buch, so habt ihr euer Budget immer im Auge und erlebt keine böse Überraschung.
Wer mag schon Mutti anrufen und um Kohle für ein Butterbrot betteln?

…und, vielleicht noch einer: nutzt eine Kreditkarte, die möglichst geringe Kosten beim Abheben oder beim vor Ort bezahlen berechnet,
die der DKB hat momentan die besten Konditionen. Ein guter Weg ist auch immer der Gang zur örtlichen Bank, um ein Konto zu eröffnen und dann die kostenfreien Angebote vor Ort zu nutzen. Das geht einfach, schnell, und ist billig…

Und wenn wir schon dabei sind: Wenn ihr eure Übernachtungskosten reduzieren möchtet, dann schaut euch doch auch einmal diesen Beitrag an.

Australien hat den Ruf nicht günstig zu sein …zu Recht! Ausser Sprit ist dort alles teuer. Das Gute an „OZ“ ist – wer ein Auto hat, kann fast überall kostenfrei stehen. In herrlichster Natur, an den wundervollsten Stränden – das kann eine Menge sparen.
Ein paar Tipps zum Sparen als Backpacker in Australien haben wir auch in diesem Artikel hier hinterlassen.

Übernachtungskosten:

Campingplätze von Kostenfrei bis 30$/ Nacht / Fahrzeug oder Zelt
Hostel: Dorm 15$ – 35$ (Cairns vs. Melbourne)
Doppelzimmer: 50$ – 120$ (Cairns vs. Melbourne)
Hotel: 80$ – open End
WG mieten: ungefähr 500$ / Woche

Wenn ihr eure Übernachtungskosten reduzieren möchtet, dann schaut euch doch auch einmal diesen Beitrag an.

Fahrzeugkosten:

Zulassung, Versicherung und Steuern für 12 Monate: von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich, im Schnitt 800$
Sprit: 1$/L – 2$/L (Küstenstädte vs. Outback)

Lebensmittel und täglicher Bedarf

Durch die Bank weg 50% – 150% teurer als in Deutschland.
Käse ist teurer – der Grammpreis liegt ungefähr in der Nähe des Silberpreises und ist ein wahrer Treiber, was die Kosten einer Weltreise angeht.

Identisch für Kosmetik, Körperpflege, Alkohol.

Tabakwaren 300% – 400% teurer.
Päckchen Zigaretten je nach Marke 15$ – 20$.

Pflegeprodukte sind mindestens doppelt so teuer.

Auswärts Essen:
Wenn man die deutschen Preise eines Restaurants ungefähr verdoppelt hat man einen ungefähren Orientierungspunkt.
Zahlt man in Deutschland 3€ für ein 0,5er Bier kommt man dort gut mit 6€ hin.

Kommunikation:
Prepaidverträge gibt es in den mannigfaltigsten Variationen, wir hatten mit Optus einen guten Schnapp gemacht.
Kostenfreies WiFi gibt es in vielen Städten und im McDonalds und Hungry Jacks.

Mit Kanada haben wir leider keine allzu backpackerfreundlichen Erfahrungen machen dürfen …wirklich, hier ist eine alte Liebe gerostet.

Übernachtungskosten:

Kostenfreie Schlafmöglichkeiten gibt es kaum.
Man sollte, wenn man nicht bei WalMart auf dem Parkplatz schlafen möchte pro Nacht mit 30$ rechnen.

Hostels liegen zwischen 30 und 80$ im Dorm, AirBnB kann sich durchaus lohnen.
Einen guten Vergleich erhält man über booking.com .

Wenn ihr eure Übernachtungskosten reduzieren möchtet, dann schaut euch doch auch einmal diesen Beitrag an.

Fahrzeugkosten:

Man sollte darauf achten, einen Internationalen Führerschein mit sich zu führen und am besten einen kanadischen zu besitzen.
Das drückt die Versicherungskosten.
Auch lohnt sich der Vergleich zwischen den einzelnen Provinzen.
BC zum Beispiel schlägt in der teuersten Variante mit ca. 1000$ im halben Jahr zu Buche.
Alberta mit der Hälfte.

Benzin liegt bei etwa 1€ pro Liter, Luft Prüfen der Reifen – auch.
In Kanada gibt es nichts geschenkt.

Lebensmittel und täglicher Bedarf:

Die Kosten, die euch in Kanada erwarten, sind sehr identisch mit den australischen.

Tabak ist nicht ganz so teuer, ne Flasche Wein fängt ungefähr bei 10$ an und auch hier ist Käse verbrecherisch teuer,
100Gramm Camembert liegen in etwa bei 10$ …aufwärts.

Pflegeprodukte sind ungefähr doppelt so teuer im Vergleich zu Deutschland und auch Trinkwasser ist komischerweise nicht günstig.

Auswärts Essen:

Ebenfalls teurer.
Mindstens 25% + im Vergleich zu Deutschland.

Kommunikation:

Klassische Prepaid Verträge scheinen hier erst noch erfunden werden zu müssen, auch gibt es oft Zusatzgebüren für Telefonate in andere Provinzen. Mobiles Internet ist auch hier eher Luxus.
Kostenfreie WiFi Hotspots findet man zwar auch im MC´s aber das ist seeeehr langsam – Tim Hortons hingegen ist schnell und die
Donuts und der Kaffee sind gut. 🙂

Übernachtungskosten:

In Südostasien sollte man es vermeiden, irgendwo draussen zu schlafen, der Tourismus ist nicht sehr ausgeprägt, es gibt sicherlich noch wilde Tiere, es ist durchaus unüblich und man fällt noch mehr auf als man es eh schon machen würde und …abseits der Wege ist das Gelände der wundervollen Natur noch immer vollgepflastert mit Hinterlassenschaften der Amerikaner aus dem Vietnamkrieg, der Franzosen aus dem ersten Indochinakrieg (Laos, Vietnam, Kambodscha) und von Pol Pots Armee (Kambodscha). Jeder Fahrweg ist OK, alles dahinter ist tabu.

Eine Übernachtung in eine Guesthouse liegt je nach Verhandlungsgeschick und Ausstattungs-/Sauberkeitslevel sowie der Lage zwischen 3,50US$ und 10US$.
Diese Preise finden in Malaysia, Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha Anwendung.

Es lohnt sich durchaus vor Ort einige Hotels und Hostels abzuklappern und anzufragen, auch gibt es oft Rabatte wenn man mehrere Nächte am Stück bleibt oder man noch jemanden mitbringt.

Auf dem Land ist es natürlich billiger als in Hauptsädten etc.

Im Schnitt lagen wir bei 6US$ pro Doppelzimmer und Nacht.
Hatten aber auch fast immer auf eine Klimaanlage verzichtet.
Klima kostet in der Regel 2US$ mehr.
Internet gibt es fast immer kostenfrei und oft ist auch noch ein Frühstück inklusive.

…Singapur geht irgendwo bei 40US$ los und auch in Luang Prabang in Laos muss man etwas Geduld haben und suchen, wenn man
nicht bei 30 oder 40 US$ die Nacht landen möchte.

Wenn ihr eure Übernachtungskosten reduzieren möchtet, dann schaut euch doch auch einmal diesen Beitrag an.

Lebensmittel und täglicher Bedarf:

Bevor wir von Australien nach Südostasien kamen, fragte ich einen Kumpel, der schon einige Zeit in SOA unterwegs war wie die es mit
kochen und essen machen. Seine Antwort war: „Wer hier kocht, ist selbst dran schuld.“
Und so ist es.
Am Büdchen kostet eine Mahlzeit, also gebratene Nudeln oder Reis mit etwas Fleisch oder eine Nudelsuppe oder ein belegtes Baguette um die 1US$.
Eineinhalb Liter kaltes Wasser aus der verschlossenen Flasche oder ne Dose Cola in etwa dasselbe.

Alkohol ist ebenfalls günstig ud Zigaretten …ich kann mich nicht erinnern jemals zuvor für ein Päckchen 0,20Cent bezahlt zu haben (Marlboro etwa 1,20US$).

Pro Tag kann man pro Person also mit 5US$ kalkulieren, wenn man sich normal ernährt.

„Richtige Restaurants“ kosten in etwa ein Drittel von dem was man in DE zahlen würde.

Fahrzeug- und Fortbewegungkosten:

Auch in SOA sollte man mit einem internationalen Führerschein unterwegs sein.
Die gängigen Verleihroller sind allesamt 125er Maschinen und mit dem normalen Autoführerschein nicht erlaubt zu fahren.
Auch wenn jeder das macht, sollte einem bewusst sein, dass es sich um Fahren ohne Führerschein handelt und man bei einem Unfall NICHT VERSICHERT ist.
In einer Polizeikontrolle wird mitunter etwas Bakshish fällig.
Die Polizei in Thailand weiss zumindest ganz genau worauf sie zu schauen hat.
500 Bath in Thailand kostet der Spaß …ich hatte die Ehre.

Das wurde dann im Kapitel „Lehrgeld bei den Kosten einer Weltreise“ abgehakt.

In anderen Ländern ist das „Strafgeld“ vom Polizisten abhängig. 😉

Ein Leihroller kostet Pro Tag etwa 4 – 8US$, was von Modell, Zustand und Verleiher abhängig ist.
Der Liter Sprit durchgängig um die 1US$/L

Wer in Vietnam, Kambodscha oder Laos ein „Motorrad“ kaufen möchte, sollte von Backpacker zu Backpacker, in etwa 180 – 250US$ einplanen.
Steuern oder Versicherungen werden nicht abgeführt.
Der Verbrauch liegt zwischen 2 und 3 Litern auf 100 Kilometern.
Ein Ölwechsel zwischen 3 und 4 US$.
Kleine Reparaturen 5US$.(Reifen etc.)
Mittlere 10US$. (neue Steuerkette)
Große 15US$ aufwärts (Kolbentausch, Laufbuchse etc. zusammen 40US$, Hinterrad ca. 15US$)

Schaut hierzu auch in unseren Motorradartikel für Sodostasien.

Busse, Boote, Flugzeuge sind stark von der Strecke und davon abhängig, ob es öffentliche Verkehrsmittel oder touristische sind.
Flüge innerhalb von SOA liegen zwischen 40 und 100US$, Busfahrten mit dem Klimatisierten Reisebus von Phnom Phen nach HCMC etwa 15US$ eine Bahnfahrt im Hochgeschwindigkeitszug erster Klasse durch Malaysia etwa 25US$, der Nachtzug von Bangkog nach Chiang Mai etwa 20US$.
TukTuks verhandelt man am besten vorher.
In Stadtbusse, z.B. Bangkok kann man bedenkenlos einsteigen (zwischen 5 und 10 Bath).
Das Slow Boat auf dem Mekong nach Luang Prabang liegt ebenfalls um die 20US$.

Kommunikation:

Ist glücklicherweise sehr günstig und beeinflussen die Kosten einer Weltreise hier nur geringfügig

Fast jedes Café, fast jedes Guesthouse, und sei es die letzte Bretterbude im Nichts hat Free WiFi und wenn einem das nicht reicht.
5GB Prepaid Volumen liegen irgendwo bei 5US$.
Für ein 10KG Päckchen aus Vietnam kann man mit 50US$ rechnen (Vietnam Post), aus Thailand liegen die Kosten bei etwa 100US$ (Thai Post).
Karten sind günstig …ausser in Laos …hier liegen die Kosten bei 1US$ pro Karte was im Verhältnis ziemlich teuer ist.

<script async=“async“ type=“text/javascript“ src=“//tracking.blogfoster.com/js/bfs.min.js“ class=“bf-adslot“ websiteId=“7239″ adslotId=“15387″></script>

 

Habt ihr eigene Erfahrungen die ihr mit uns teilen wollt? – Dann her damit! Gerne auch über andere Länder! Viele andere freuen sich sicherlich einen weiteren Einblick zu erhalten, was die Kosten einer Weltreise anbelangt!

Vielleicht können euch bei der Vorbereitung auch folgende Literaten weiterhelfen:

Eine super Budgetkontrolle hat man natürlich auch, wenn man einfach kein Geld mehr für die Übernachtung ausgeben muss …wie das gehen soll? Zum Beispiel mit HelpX, WWOOF, Housesitting …check unseren Artikel dazu aus!


Wenn ihr wissen wollt wo wir gerade stecken, könnt ihr euch auch hier über unsere Route informieren.

Habt ihr Fragen und Anregungen oder Themenvorschläge?
Dann Lasst es uns wissen!

Hat es gefallen? Dann auch!

Ihr findet uns für die „latest News“ auch auf Facebook unter:
www.facebook.com/rollkoefferchen

Unseren Youtube Kanal findet ihr unter:
www.youtube.com/c/RollkoefferchenDe




2 Antworten

  1. Wir, das heißt meine Freundin und ich haben 2008 in 6 Monaten rund 16000€ ausgelegt. Australien Rundreise, ohne den westlichen Teil.
    In den Kosten sind Vorbereitung, Hin – und Rückflug inbegriffen. Wir haben ein Auto gekauft für 2000$ und überwiegend auf Camp Grounds übernachtet. Gearbeitet haben wir in dieser Zeit gar nicht. Ich würde auch sagen die größte finanzielle Belastung waren Transportkosten. Gefolgt von Zigaretten und Touristenattraktion.

    • Hey Detlef!
      Danke für dein Kommentar…tatsächlich…Zigaretten sind ein wahrer Killer fürs Budget. 🙂
      Grüße
      Hotze

Hinterlasse einen Kommentar