Überfahrt mit der Spirit of Tasmania

Eingetragen bei: Australien, Tasmanien | 0

Nach Tasmanien kommt man nicht einfach so, es gilt die See zu bezwingen. Das kann man entweder indem man sich einen Flieger setzt und die Gefharen des Ozeans umgeht oder man sich riesigen Kraken, Piraten und dem Ende der Welt mit einer Buddel voll Rum entgegenstellt. Naja gut – die Alternative zum Flieger ist die Überfahrt mit der sicheren Fähre, der „Spirit of Tasmania“

Der Vorteil der Alternative der Überfahrt zum Fliegen ist jener, dass sich die Möglichkeit bietet sein Fahrzeug nach Tasmanien zu transportieren, für einen kleinen Aufpreis natürlich.

Die Fahrt mit der Fähre dauert mit Be- und Entladen ungefähr 12 Stunden, in diesen werden rund 450 Kilometer zurückgelegt. Es wird zwischen „Melbourne“ und „Devonport“ gependelt – in hochzeiten zweimal täglich.

Man kann hat die Wahl zwischen Tages- und Nachtfahrten, „Deluxe“ Kabinen, Standard Kabinen, dem Buchen eines Liegesessels in der Recliner-Lounge oder der „Holzklasse“. Also keinem fest zugewisenem Sitzplatz, man sucht sich was gerade frei herumsteht und versucht es sich dort een so gut als möglich gemütlich zu machen. Sitz und auch Schlafmöglichkeiten bieten sich zu genüge sofern man kein Problem mit heiterem Durchgangsverkehr und einer bestimmten Geräuschkulisse hat.

Um den Seefahrer bei Kräften zu halten bietet die „Spirit of Tasmania“ ein Bordrestaurant (Hauptgericht am Buffet 23$, „Captains Signature“ 29$, Getränk 9$), ein Bordbistro mit kleinen Snacks und Kaffee, als auch ein „Snackshop“ mit Kleinigkeiten und Kaffee (3,50$).
Der Kaffee ist sogar trinkbar und schmeckt nichteinmal verkehrt, einige Bars ergänzen das Angebot mit Bier/Wein/Sekt und Spirituosen.
Will man sein Reisebudget nicht gleich bei der Überfahrt plündern sollte man also etwas Proviant mit an Bord nehmen.

Aber Achtung!

Eben wegen der Einzigartigkeit Tasmaniens ist man auch darum bemüht diese zu behalten.
Obst und Gemüse sowie etliche andere Dinge dürfen nicht eingeführt werden – es drohen heftige Strafen Da man sich auf das Gute im Menschen nicht verlassen kann werden beim Boarding (zumindest mit dem Fahrzeug) Kontrollen durchgeführt.
„Bitte mal die Kühlbox auf!“ – „Sonst noch was dabei?“ – „Aha – bitte in der Mülltonne entsorgen.“

Ausser man ist Veganer – dann wird es einem erlaubt etwas mit an Bord zu nehmen, bekommt einen Gelben Zettel und muss bei Ankunft den Verzehr nachweisen.
Tina wurde schneller als ich verstand zu einem Veganer, somit wuchs unser Reiseproviant um 1Kilogramm Möhren, Bananen, Äpfeln und Birnen.
Das war dann doch etwas zu viel des Guten.
Ein Glück hatten wir unser Kilo Zwiebeln entsorgt.
Nicht auszudenken was das bedeutet hätte…für unsere Mitmenschen.

Bereits angebrochene Butangasdosen für diese kleinen Campingkocher werden ebenfalls konfisziert, (ungesicherte) LPG Flaschen werden eingesammelt, können jedoch bei Ankunft wieder abgeholt werden. Klappt sogar überzegend reibungslos.

An Bord der „Spirit of Tasmania“ befinden sich neben zwei Bordkinos (Erwachsene 13,50$) die zwei Vorstellungen mit aktuellen Filmen spielen auch einige Arcadeautomaten und „Pokies“ – also Glückspielautomaten. Es gibt einige XBox Stationen (free), Flat Screens und die Möglichkeit TV über das Handy zu schauen.
WiFi ist verfügbar, kostet für die Dauer der Überfahrt 16$.
Man kann sich die Zeit also unter Deck vertreiben oder auf Deck mit etwas Glück sogar dem ein oder anderen Delfin hallo sagen.

Das „Tourism Hub“ bietet allerlei „einmaliger“ Angebote um sein Geld loszuwerden, Flyer, Broschüren, Eintrittskarten zu Führungen ob ihr von diesen Gebrauch machen wollt ist natürlich euch überlassen – wirklich sinnvoll ist allerdings der Erwerb des „Holiday Pass“ der den Eintritt in alle Nationalparks Tasmaniens für die nächsten sechs Wochen abdeckt (für 60$, gültig für 1 Auto, bis zu 8 Insassen). Oftmals bekommt man nur Tagespässe in den Parks und
diese kosten dann ca. 16$, hat man also vor in mehr als einen Park zu fahren – machen!
Auch kann man dort gleich seine Lizenz fürs Angeln erwerben die man in ganz Tasmanien vorweisen muss falls man seine Rute schwingen möchte.

Während der Hinfahrt gab es um sich die Zeit zu vertreiben ein kostenfreies „Music Bingo“, zwei Stunden, also vier Runden haben wir gespielt bis wir von im Eildurchgang angespielten Pop „Klassikern“ der letzten vierzig Jahre, „erheiternden“ Kommentaren der Moderatorin und der psychedelischen Wirkung des endlos an uns vorbeiziehenden Wassers gepaart mit den Schwankbewegungen des Schiffes einem epileptischen Anfall nur knapp entkommen sind.
Auf der Rückfahrt gibt es ein „Trivia Quiz“…mal sehen.
Zwischen der Vormittags und Nachmittagsrunde der Bespielereien, bespielt das willige Publikum ein(e) Singer(in)-/Songwriter(in).

Die Toiletten sind „benutzbar“, Duschen gibt es keine.
Mit ein bisschen Glück kann man eine der raren Steckdosen ausfindig machen um seine Gerätschaften zu laden.

Der Passagierbereich wird von Stewards kontinuierlich sauber gehalten und macht alles in allem einen guten Eindruck.

Für ein Massentransportmittel in dieser Größenordnung läuft alles sehr gut organisiert und geschmiert.

Weitere Tipps zu Gütern die nicht transportiert werden dürfen findet ihr in den Papieren der Buchungsbestätigung,
lest sie. Spart einen Vitamin C Schock.

Variiert die Buchungstage wenn möglich, einige Tage Unterschied können große Unterschiede im Beförderungsentgelt ausmachen.

Noch ein kleiner Tipp zu guter letzt – wenn ihr euren Wagen geparkt habt, merkt euch wo.
Nach zwölf Stunden kann das in Vergessenheit geraten sein, alles sieht gleich aus auf der Spirit of Tasmania, die Massen schieben sich durch die Gänge und man fängt etwas panisch an zu suchen.

Wir wissen das aus eigener Erfahrung. …ist ziemlich peinlich ausgerufen zu werden. 🙂

Zur Buchungsseite mit den „Specials“ der „Spirit of Tasmania“ kommt ihr hier entlang.

 


Wenn ihr wissen wollt wo wir gerade stecken, könnt ihr euch auch hier über unsere Route informieren.

Habt ihr Fragen und Anregungen oder Themenvorschläge?
Dann Lasst es uns wissen!

Hat es gefallen? Dann auch!

Ihr findet uns für die „latest News“ auch auf Facebook unter:
www.facebook.com/rollkoefferchen

Unseren Youtube Kanal findet ihr unter:
www.youtube.com/c/RollkoefferchenDe




Hinterlasse einen Kommentar