Three Horse Home – Wondecla

Eingetragen bei: Australien, Queensland, Wondecla | 0

Von Cairns über Mareeba nach Wondecla hat es uns verschlagen.

Ihr kennt Wondecla in Queensland nicht?

Keine Sorge…ihr habt nichts verpasst. 🙂

Ein kleines verschlafenes Nest, ungefähr 30 Autominuten Südwestlich
von Atherton gelegen. Auch wenn Atherton nicht wirklich eine Metropole
ist – wenn ihr euch in Wondecla aufhaltet wird diese 8.000 Kopf starke
Stadt der Dreh- und Angelpunkt eures Aufenthaltes für eure Erledigungen.
Woolworth, Big W, Reject, Lifeline, Rotes Kreuz, Kneipen, Campingshop (der ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis hat und
Tourist Information findet ihr hier.

Von Atherton auf dem Weg nach Wondecla kommend kommt ihr noch an Herberton vorbei,
hier gibt es nicht viel, zumindest aber ein Post office, ein Diner und eine Tankstelle.
Erwähnenswert ist hier eventuell noch das Historical Museum in dem es Dampfmaschinen,
Druckerpressen aus der Jahrhundertwende, Historisches Lendwirtschaftsgerät zu bestaunen
gibt. Da wir die 26Au$ Eintritt allerdings nicht aufbringen wollten haben wir uns
die Beschau erspart.

Mehr haben wir über die „Städte“ auf dieser Route auch erstmal nicht zu berichten
da sich unser dreiwöchiger Aufenthalt auf der „Three Horse Home Ranch“
abgespielt hat. Über HelpX haben wir im Austausch für 5 Stunden Arbeit am Tag
eine Unterkunft und Verpflegung gefunden.

Die Three Horse Home Ranch wird von Olly, Shelly und ihrem Sohn Ethan bewohnt
die sich vor einigen Jahren den Traum eines eigenen Anwesens verwirklicht haben
und hier tagtäglich harte Arbeit leisten um dieses 240 Acre große Anwesen in einen
Ort zu verwandeln der die drei versorgt und das Einkommen sichert.

Der Strom zur Deckung des eigenen Bedarfs wird aus Wasserkraft und Solarenergie
gewonnen, es gibt mittlerweile 5 Pferde die (teilweise) zugeritten sind und ca.
50 Rinder die dann und wann verkauft werden um deren Unterhalt zu decken.

Wild Chillies
Wild Chillies

Einmal Jährlich kommt auch der Schlachter vorbei um den Kühlschrank mit Fleisch zu füllen, wir hatten das „Vergügen“ einer Schlachtung beizuwohnen und wurden wieder daran erinnert,
dass Fleisch nicht aus dem Supermarkt kommt. Weiter gibt es natürlich Chooks die täglich fleissig Eier legen, Olivenbäume, Lemonfruits, Orangen, Passionfruits, Tomaten und einen kleinen Veggiegarden den wir für die neue Pflanzrunde fit gemacht haben
und während einer Wanderung entdeckt – wilde Chillies, im Volksmund „burned eyes chillies“ genannt, die habens aber auch wirklich in sich.

Es ist wirklich interessant zu sehen und zu fühlen was es heisst Selbstversorger sein zu wollen. Of romantisch verklärt, bedeutet das nämlich eine ganze Menge Wissen, Können und Einsatz. 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr.
Und nebenbei verschlingt eine solche Pioniersarbeit auch eine ganze Menge an finaziellen Ressourcen die ersteinmal aufgebracht werden wollen um den Grundstein für diese Unternehmung zu legen.

Um das langfristige finanzielle Einkommen zu erstreiten um all die Gerätschaften und Einrichtungen zu unterhalten die es auf so einem Anwesen gibt, haben sich die beiden eine Idee in den Kopf gesetzt:

Und zwar mit dem Bau von (ersteinmal) zwei Blockhütten die an Touristen vermietet werden sollen.
Holz gibt es genug und Olly, ein echter Allrounder, lässt eine Idee die er sich ersteinmal
in den Kopf gesetzt hat auch so schnell nicht mehr fallen – auch wenn das noch mehr
Arbeit bedeutet.
Um den Jahreswechsel 15/16 soll die erste Hütte stehen, wenn Interesse am Kontakt besteht
können wir diesen gerne vermitteln – landschaftlich gesehen ist es hier wunderbar um ein-
zwei Wochen Wanderurlaub in der Natur, abseits jeglicher Zivilisation zu verbringen und
um dann weiter, oder wieder zurück an die Ostküste mit ihrem Great Barrier Reef zu ziehen.
Eukalyptuswälder, der Mount Bluff, Wallabies, Cookaburros, Adler, Fledermäuse, Spinnen – eben
Queensland bzw. der Norden australiens pur.

Für die drei harte Arbeit die mit HelpX Unterstützung vorangetrieben wird, wer den
Kontakt hierfür sucht – auch diesen vermitteln wir gerne – darf uns gerne anschreiben.

Tina aufm Traktor :)
Tina aufm Traktor 🙂

Für uns zwei, ein echtes Abenteuer, wo hat man sonst die Möglichkeit den Umgang mit Traktor, Quad, Ride on Mower, Motorsense, Kettensäge und so vielem mehr zu lernen
wenn man in einer Stadt großgeworden ist und bisher auch in einer gewohnt hatte und wann bekommt man die Idee der Selbstversorgung und des Blockhausbaus so detalliert
erklärt und auch zu spüren wie in solch einem Projekt, doch jede harte Arbeit ist schnell vergessen wenn man sich Abends am Lagerfeuer wiederfindet und diesen wahnsinnig, mit Sternen
fast schon überfüllten Blick in den australischen Nachthimmel schweifen lassen kann, mit einem Stück echter Biokuh auf dem Teller und eine Dose Bier in der Hand.

Unsere Wanderung zum Mount Bluff

Summit Mt Bluff
Summit Mt Bluff

Auch wenn es manchmal nicht leicht fällt in all dieser landschaftlichen Schönheit mit der man hier Tag für Tag quasi beschossen wird noch die „echten“ Perlen zu erkennen hatten wir auch hier Glück.
Der Mount Bluff ein kleiner Granitfelsen, ca. 200m hoch, lag direkt vor unserer Tür. Warum nicht einfach mal einen Bushwalk dorthin unternehmen?

Gesagt getan, Sonntags ein paar Sandwiches geschmiert, Wasserflaschen befüllt, Glück mit dem Wetter gehabt und auf gings. Von unserer Unterkunft bis zum Gipfel waren wir ca. 2km unterwegs – und wie es ein echter
Bushwalk fordert, ohne wirkliche Wege über Stock und über, natürlich, Stein.
Für den Aufstieg haben wir mit kleineren Zwischendurchpausen auf dem Fels ca. 1,5 Stunden gebraucht. Der Ausblick war grandios über die Three Horse nach Herberton und soweit das Auge Reicht, Wälder, Berge – die Tablelands.

Nachdem wir den Ausblick genossen und unsere Akkuss mit Sandwiches und einer Ruhepause wieder aufgeladen hatten ging es wieder zurück.

Zu Kaffe und Kuchen in der „Zivilisation“. 🙂


Wenn ihr wissen wollt wo wir gerade stecken, könnt ihr euch auch hier über unsere Route informieren.

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