Sydney – ohne Nemo

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Wie Nemo haben auch wir es geschafft nach Sydney zu gelangen.
Gut, die Wallaby Road 42 gibt es  enttäuschenderweise nicht, dafür allerdings eine ganze Menge zu entdecken, zu viel  irgendwie.

Nach unserem Aufenthalt in Wisemans Ferry an DEM Spot waren wir es schon garnicht mehr gewohnt wie sich eine Großsstadt anfühlt – nein eigentlich hatte ich dieses Großstadtfeeling eigentlich zuletzt in New York…nur da war es mir dann schon wieder fast zu viel. Adelaide ~1.2Millionen Einwohnern hatte mich nicht im geringsten gestresst – aber gut, Sydney hält mit 4.6Millionen Einwohnern auch gut vier mal so viele Menschen in Bewegung und ist dementsprechend etwas hektischer.

Dennoch eine sehr sehr schöne und sehenwerte Stadt, wenn man nicht auf der Suche nach Nemo ist.

Die Wahrzeichen

Wir verbrachten unsere Tage bei einer Bekannten in Leichhardt, einem beschaulicheren Mittelklassestadtteil Sydneys auf einer Couch im Esszimmer. Das Liebevoll eingerichtete Häuschen gab uns einen hervorragenden Schutz in den kommenden 6 Nächten und unserem Auto eine sichere Ruhepause auf dem Parkplatz, unser “Mitbewohner” der Sohn der Bekannten ist der Autor des Buches “The Youngs: The Brothers Who Built AC/DC” wer also Interesse an diesem Buch hat das ein wichtiges Stück der Rock n Roll Geschichte wiedergibt, sollte auf diesen Link klicken und es sich bestellen – ich habe es und finde es, auch als nicht AC/DC Fan, sehr spannend geschrieben.

Leichhardt ist als “Little Italy” bekannt, wenn man wo eine gute Pizza finden will, dann sicherlich hier.
Von hier aus haben wir angefangen die Stadt zu Fuß zu erkunden, mal mit mehr mal mit weniger Elan, an Tagen mit 38°C und mehr lässt die Entdeckerfreude doch sehr sehr nach.

Ein Hoch daher auf all die schönen klimatisierten Sehenswürdigkeiten die man in der Stadt und auf dem Weg dorthin sehen konnten, auch wenn mir der Tough Mudder den ich am Sonntag zuvor lief noch tief in den Knochen steckte war es doch stehts abwechslungsreich Sydney zu Fuß zu erkunden und viele Schöne Ecken zu entdecken.

Was uns besonders gefallen hat war das alternative “Newtown” mit seinen vielen Bars und Restaurants, Vintage- und Klamottenläden. Wer zum Beispiel Camden in London mag oder sich generell für den alternativen Lebensstil erfreuen kann ist hier gut aufgehoben.
Man beachte die “happy hour” von 17:00 – 19:00 während dieser kann man das ein oder andere Bier vergünstigt abstauben.

Wer Newtown mag der mag auch “Redfern” nicht ganz so alternativ, aber durch die Nähe zur Uni mit hippen kleinen Läden gespickt.
Die “unsere” Bars der Wahl waren der der “Angry Pirate” und die “Bearded Tit”. Der Pirat war etwas leer und von der stimmung daher etwas eher im Medium Level angesiedelt, die Einrichtung war Okay, auf den Klos liefen Piratenlieder aber irgendwas hat gefehlt… ein lustiger Name allein reicht eben nicht. Vielleicht lags auch einfach am Donnerstag Abend.
Die Bearded Tit hingegen war gut mit allerlei lustigem Volk ausgefüllt. An den Wänden hängen Plüsch-Elche und Eulenbilder, im TV über der Bar läuft ein schriller, selbstgedrehter Kunstfilm, im Hinterhof steht als VIP Lounge ein bunter alter Caravan.
Eine sehr Spaßige Atmosphäre für lange abgefahrene Nächte.
In beiden Lokalen beginnt das Bier bei 6$ und die Karte arbeitet sich über gängige und neue Cocktailkreationen hindurch, zum Beispiel den Zombie Pirate Punch (max. zwei pro Person) und endet bei den Preisen irgendwo in den Mittzwanzigern – das schien mir auch das Durchschnittsalter des Publikums gewesen zu sein.

Das Nachtleben ist das eine und ich glaube man kann in Sydney unendlich viel Spaß in der Nacht haben, dennoch hat es uns aber irgendwie doch im Tageslicht durch die Stadt gezogen, schwer sich zu entscheiden und…wir werden alt. 😀

Im “CBD” also dem Stadtzentrum gibt es wie überall Einkaufsladen gereiht an Einkaufsladen, Hochhaus reibt sich an Hochhaus, allerdings ist dazwischen auch so manches Kleinod verborgen, die “Queen Viktoria Mall” eine klassische weil (klar) im Viktorianischen Stil gebaute Mall die seinerzeit auch von ebensolcher eröffnet wurde.
Wenn man die Augen aufhält kann man noch eine ganze Menge solcher Nettigkeiten in der Stad verteilt entdecken, die “State Libary” sei wie immer erwähnt, nicht nur als garant für schnelles und kostenfreies WiFi, klimatisierte Räume und Trinkwasser.
Die Bücherei in Adelaide ist zwar einen ganzen ticken schöner, dafür kann die in Sydney mit verschiedenen, kostenfreien Ausstellungen Punkten, während unseres Besuches wurde eine Ausstellung über den Kampf gegen die Apartheit in OZ und Werke eines tollen Musikfotografen ausgestellt.

Unglaublich schön auch der botanische Garten, wie immer einen Besuch wert und natürlich auch für ein ein Nickerchen unter einem Baum gut. Der botanische Garten ist ein Super Ausgangspunkt um ein Blick von den Rocks auf die Oper, die Brücke und den Lunapark zu werfen – die Klassiker eines jeden Sydneybesuches eben. Auf die Brücke kommt man für 150$, in die Oper (Führung) für 40$ und der Tagespass für den Lunapark kostet 50$.

Der kleine – oder der Große Hunger kann, wer darauf steht, in und in der Umgebung des Chinatown gestillt werden, Teil des südlichen CBD.
Lunchspecials befinden sich alle um die 10$. Fresh food = good food.

Das Museum of Contemporary Art im CBD ist ebenfalls frei und einen Einblick wert, die Ausstellungen wechseln.

Und dann gibt es da noch so vieles mehr, eine Woche reicht einfach nicht um das alles zu sehen. Die Strände, die Museen, die Sehenswürdigkeiten. Wenn wir irgendwann von Tasmanien in Richtung Brisbane unterwegs sind werden wir hier in jedem Fall wieder einen Zwischenstopp einlegen.

Das Problem ist…man kann einfach nie alles sehen, schon gar nicht in einer pulsierenden Stadt wie Sydney.

Aber jetzt geht es ersteinmal nach Canberra – der Hauptstadt.


Wenn ihr wissen wollt wo wir gerade stecken, könnt ihr euch auch hier über unsere Route informieren.

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