South Cape – der südlichste Zipfel

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Ist man nun schon in Tasmanien, dem südlichsten Bundesstaat Australiens angekommen, so sollte man doch auch auf jeden Fall den südlichsten Zipfel Tasmaniens, das „South Cape“ bewandern.

Bis die Straße zu Ende ist, zum „End of the Road“, so verkündet einem das Schild am Ankunftsort, fährt man und sucht sich einen Stell- oder Zeltplatz aus an dem man sein Lager als Basis der folgenden Erkundungen aufschlägt. Von hier trieb es Holzfäller in die Wälder und Walfänger auf den Ozean.
Aber das ist schon einige Zeit her sodass nurnoch rostige Fragmente in der Seeluft gealterter Maschinen und Backsteinhaufen zu Ruinen zerfallener Gebäude von diesen produktiven Tagen verkünden.

Southernmost Point
Southernmost Point

Heute tummeln sich an diesem Ort Wallabys, Möwen, Seeadler, Austernfischer.
Was diesen Ort nicht weniger Reizvoll macht – im Gegenteil.

Wer zum rechten Zeitpunkt kommt, kann mit etwas Glück sogar eine „Aurora Borealis“ sehen.

Wer diesen einzigartigen Moment verpasst, der hat aber immernoch die Möglichkeit die wahrscheinlich sauberste Luft der Welt atmen zu können und am eigenen Leibe zu erfahren was eine steife Briese eigentlich wirklich ist.

Vom Büro der Ranger sind es ungefähr sieben Kilometer (einfach) bis zum „South Cape“ – zu Fuß natürlich.
Der Weg ist lang, aber gut ausgebaut, nur gelegenlich gilt es über kleinere Felsen zu hüpfen. Die meiste Zeit zieht sich der Weg durch die halbschattige Landschaft des australischen Busches.

Lange nimmt man nichts wahr von der nahenden Offenbarung des erwarteten Erlebnisses, man sieht Büsche, Bäume, hier und da mal einen Papageien, oder mal ein Wallaby weghüpfen. Bis man ein rauschen im linken Ohr vernimmt, bis man zwischen den lichter werdenden Bäumen eine andere Farbe zu erkennen meint bis man auf der letzten dichtbewachsenen Düne steht und sich die Büsche vor den Augen auseinanderschieben und den Blick freigeben.

Bis man mit einem Male auf dem Felsen steht der das „South Cape“ ist und eine salzige, arktisch kalte Meeresbriese um die Ohren gehauen bekommt.

Der Wind pfeifft, die Wellen peitschen einem Meterhoch und tosend in ihrem leuchtend verlangendem Türkis entgegen.
Fast fühlt man sich wie in einem Roman von Melville, fast will man nach dem weißen Wal ausschau halten bevor man dann doch in seinem Rucksack nach Windbraker und Kamera wühlt um diese Szenerie festzuhalten zu versuchen und sich dann doch damit begnügen muss vor dem Schild „Southermost Point of Australia“ zu posieren weil sich diese Gewlt nichteinmal annähernd konservieren lässt.

Die Luft schmeckte salzig, kalt, rein wie nach einem heftigen Regen und an einem verschneiten Tag zugleich…schwierig zu beschreiben – aber wunderschön wie sich sich in den Lungen ausbreitet.

Da war er der südlcihste Teil Australiens, das „South Cape“ und bald schon hatten wir wieder zu gehen, schliesslich hat sich Körper und Geist schon darauf gefreut an der Basis zu speisen um dann nocheinmal fünf Kilometer (Hin- und Rück), zum „Fishermans Lookout“ zu wandern an dem um 1850 herum ein Lotsenhaus und heute Leuchtturm positionert wurde um das auf Grund laufen von Schiffen zu verhindern.
Heute zeugt nurnoch eine Ruine aus zerfallenem Backsteinrest von dieser Zeit und bietet in der Wärme der Nachmittagssonne dem ein oder anderem Reptil ein wärmendes zu Hause.

Wer diese zwei, höchstens in ihren addierten Längen anspruchsvollen, Wanderungen abgeschlossen hat hat damit eigentlich fast alles hier am „South Cape“ gesehen. Die Walstatue am Aussichtspunkt wird von Lehrtafeln umrahmt die vom Walfang erzählen und direkt neben dem Rangerhaus, in dieser kleinen Holzhütte, steht der womöglich südlichste Münzfernsprecher Australiens.
Wenn das mal nicht DIE Gelegenheit ist einen liebsten in der Heimat anzurufen?
(Allerdings…nicht unbedingt zu einem Schnäppchenpreis, es dürften so ingefähr 4$ die Minute sein.)

Auch dieses Gebiet ist Teil eines Nationalparkes, hat man den „Holidaypass“ auf der Fähre nicht erstanden muss hier nachgelöst werden.

Enjoy – es ist die Mühen auf jeden Fall wert und auf der Rückfahrt kan man sich ja dann in Hobart entspannen.


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