Launceston

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„Launceston“ – „Louhn~zess~tn“, hört sich schon so urbritisch an. Und auch so – unbekannt. Nie vorher von dieser Stadt gehört.
Wird wahrscheinlich wieder so ein Nest aus dem Einheits-Kleinstadtbrei sein. Ein Woolworths / Maccas / Tankstellen / Fish`n`Chips.
Mehr haben wir nicht erwartet.

Doch dann hat uns „Launceston“ die Hand gegeben und uns für zwei Tage gebeten es mal etwas näher kennen zu lernen, und ich muss sagen, ja, glaube tatsächlich dieses britische „Launceston“ hat es geschafft zu meiner Lieblingsstadt Australiens zu avancieren.

Das Städtchen ist von mittlerer Größe, ungefähr 75.000 Einwohner, also angenehm und überschaubar, mit dem Rücken zur Bergregion Tasmaniens mit dem Gesicht zum „Tamar“ Fluss der unmittelbar ins Meer mündet und von den Gezeiten abhängig ist und frische Luft in die Stadt bringt die sich links und rechts entlang des Ufers erstreckt.

Launceston trägt ncoh die Spuren der englischen Industrie in sich, Koloniale Häuser aus Stein deren Eingänge mit Säulen versehen sind in denen sich hundert, hunderfünfzig Jahre zuvor die Aristokraten der Region die Hände schüttelten, die Respektvolle „Prince Albert Hall“die sich in ihrem hellgelben Anstrich vor dem Park nach englischer Landschaftsarchitektur erbaut und zu einem flanieren in eben solchem einläd in dem, seit 100 Jahren Makakenäffchen gehalten werden.

Industriebauten aus rotem Ziegelstein erheben sich aus der Stadt, eine Brauerei die noch heute ihren Dienst für die Bevölkerung der Insel erweist verströhmt den Duft von Gerste und Malz in der man sich auch kostenpflichtigen Führungen anschliessen kann.

Viele kleine Geschäfte und Restaurants, Cafes und Parks die allesamt gut restauriert und „stylisch“ daherkommen laden ein „Launceston“ zu Fuß zu erkunden, was keine große Geschichte ist denn wie gesagt, es ist flächenmäßig eine kleine Stadt.

Sollte man jedoch mal keine Lust mehr haben zu laufen kann man die Gelegenheit beim Schopfe packen und von der kostenfreien „Tiger Bus“ Linie gebrauch machen die alle halbe Stunde von verschiedenen Haltestellen der Stadt abfährt.
Eine dieser Haltestellen findet sich zum Beispiel am Stadion „Invermay Park“, beziehungsweise an dem in direkter Nachbarschaft gelegenen Museum für History und Sience. Welches ebenfalls kostenfrei ist und für etwa zwei Stunden mit einer Wechselausstellung, Regionalgschichte, ANZAC, über die Entwicklung der Eisenbahn in der Region und einem Super „Hands on“ Abteil für Kinder und aktive Erwachsene glänzt und Einblicke in die Physik gewährt.
Ein Planetarium kann ebenfalls besucht werden – gegen einen Eintritt.

Und weil History und Sience nur die eine Seite der Medaille sind, gibt es auf der anderen Seite der Stadt noch ein, ebenfalls kostenfreies, Museum welches sich der Kunst verschreibt.
Launceston beherbergt den Lehrstuhl für Design und Architektur der Universität von Tasmanien und spendet der Stadt damit nicht nur neuen Geist in den Museen sondern auch Architekten und Gestalter die sich um die Stadt an sich kümmern, dies mag das Geheimnis sein weshalb Launceston renoviert aber nicht glattgebügelt, stylisch aber nicht künstlich herüberkommt.

Wer auf der Suche nach kostenfreiem Internet ist wird im CBD oder in der Bücherrei fündig.
Einen kostenfreien Stellplatz gibt es nicht, zumindest keinen ausgewiesenen, aber neben dem „Royal Park Seaport“ haben wir einen Parkplatz gefunden an dem es zumindest auch kein Verbotsschild gab. Eine Toilette von 08:00 bis 20:00 und ein Outdoor Gym das uns ins schwitzen brachte.
Und viele andere auch – als wir morgens um 07:00 halbverschlafen aus unserem Wagen gekrabbelt sind befanden wir uns auf ein mal fast mitten in einer Szenerie die aus rund 40 Sportbegeisterten bestand die dort ihre Freitagmorgenexercises ableisteten.

Der „Princess Park“ bietet einen wunderschönen Springbrunnen der den Anschluss von Launceston an die Kanalisation und die Errungenschaft des fliessenden Wassers feiert und mit gepflegter, kleiner, Parkanlage zum Erholen einläd.

26 Sehenswürdigkeiten hebt der Touristenführer hervor den es in der Tourist Information kostenfrei gibt, es gibt sicherlich mehr, aber zumindest einige davon solte man sich ansehen.

Unbedingt ansehen sollte man den „Cataract Gorge“ den man im östlichen Westen der Stadt finden kann.
Der Eintritt ist kostenfrei, allerdings müssen zwischen 09:00 und 17:30 Parkgebühren beglichen werden, wer in einer Seitenstraße parkt kann diese umgehen. In der Anlage selbst findet sich der See – der Gorge in dem auch geschwommen werden darf, umramt von Bergen, fast wie in einem Kratersee.
Ein olympisches Becken für diejenigen die ihre Bahnen ziehen wollen und eine Seilbahn die Passagiere für 15$ auf die über 300Meter lange Spanne über den Gorge zum Pavillion und wieder zurück transportiert.
Während den Olympischen Spielen 2000 wurde hierrüber sogar das olympische Feuer transportiert.
Wer lieber laufen möchte kann dies auf einem Rundweg den Hang entlang über eine weiße Hänggebrücke die mit lustigen Schwankungen erheitert.
Am Pavillion kann gegessen und den zahlreichen Pfauen dabei zugesehen werden wie sich diese ihre Zeit vertreiben.

Launceston ein empfehlenswertes Städtchen auf der Route durch Tassie!


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