Cradle Mountain

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Wenn man seine Tasmanienexpedition startet gibt es zwei Dinge die man unbedingt gemacht haben muss, man muss den Cradle Mountain bestiegen haben – und man muss wieder heil heruntergekommen sein um seine Expedition durch die Wildnis fortsetzen zu können.

Der Cradle Mountain ist mit rund 1550 Metern einer der höchsten Berge Tasmaniens und mit seiner durch Wind und Wetter der Weltgeschichte zerklüfteten Felsen des Gipfels sicherlich auch einer der schönsten und der aufregendsten.

Wer sich bereits auf der Fähre nach Tassie einen Nationalparksausweis für 60$ kaufte kann sich mit seinem Wagen auf den Parkplatz des Besucherzentrums stellen und unter Vorlage des Passes bei der Information ein Ticket zur Beförderung mit dem Shuttlebus innerhalb des Cradle Mountain Parkes umtauschen.
Vom Besucherzentrum zum Cradle Mountain sind es nämlich nocheinmal 13 Kilometer, verrückt wer die läuft und dann noch auf den Gipfel kraxelt.

Hat man sich noch keinen Ausweis zugelegt wird man nun pro Person um 18$ erleichtert – oder man kauft doch noch den „Holiday Pass“ für 60$.
Einfache Rechnung wenn man noch in einen weiteren Park möchte oder?

Der Bus fährt zu den Stoßzeiten alle par Minuten und hält auf dem Weg zum Cradle Mountain noch an drei weiteren Zwischenstationen um Naturfreunde zu oder Aussteigen zu lassen.
Der Cradle Mountain Park bietet nicht nur die Möglichkeit den Berg selbst zu besteigen, im gesamten Park finden sich Wanderstrecken verschiedener Längen und Schwierigkeitsgrade. Unter anderm auch eine Teilstrecke des berühmten „Overland Track“ der, wenn er vollständig gegangen wird fünf bis sechs Tage in Anspruch nimmt und dementsprechend perfektionistisch vorbereitet sein will.

Für Familien und ungeübte Bergsteigereinsteiger bietet sich der Rundweg um den „Dove Lake“ mit etwa drei Stunden, oder für geübtere auch der „Umweg“ über den „Marions Lookout“ – mit „Wombat Pool“ und „Ronny Creek“ lassen sich die Strecken erweitern und verkürzen, die Tracks sind sehr gut ausgebaut und ausgeschildert- nehmt euch aber dennoch eine Karte im Besucherzentrum mit. Man weiss ja nie (die kostenlose ist absolut ausreichend).
Trinkwasser gibt es auf der gesamten Strecke nicht!
Auch Schatten ist eher spärlich verstreut, an heissen Tagen kann die Sonne unerbittlich vom Himmel brennen.
Eine Kopfbedeckung, Stabiles Schuhwerk, Sonnenschutz und Wasser müssen auch bei den leichteren Strecken im Gepäck sein!

Wer von der Endhaltestelle „Dove Lake“ an dessen Ufer (einfach) über den „Face Track“ (anspruchsvoll) zum Gipfel des „Cradle Mountain“ (schwierig) und dann über den „Marions Lookout“ (moderat) zurück zum „Dove Lake“ sollte ungefähr 6-7 Stunden einplanen.

Die Gipfelsbesteigung zieht sich vorbei über ausgetretenen, sandig gerölligen Pfaden, steil abfallenden, ungesicherten Felswänden und stürmischen Zwischenplateaus. Immer wieder müssen große Schritte gemacht oder gesprungen werden wo diese nicht mehr reichen. Allzuoft bewegt man sich über alle Viere fort um die Balance nicht zu verlieren un klammert sich mit dem letzten freien Finger in eine Felsspalt um nicht abzurutschen.

Wer hier nicht schwindelfrei, unsportlich oder falsches Schuhwerk trägt, hat hier nichts zu suchen!
Wer an der falschen Stelle ausrutscht – mit dem istst vorbei.
So hart muss man das sagen.

Das war unsere bisher härteste Bergbesteigung, auch weil man bis zum Gipfelanstieg schon einige Stunden der prallen Sonne ausgesetzt war.

Hat man es dann aber geschafft ist es wie immer.
Der Ausblick versöhnt mit allem!
Ein herrlicher Weitblick an klaren Tagen belohnt auch den noch so großen Bergsteigermuffel für seine Mühen und versöhnt mit dem kräftezehrenden Cradle Mountain.

Bis zum Abstieg – denn der ist mindestens nocheinmal so anspruchsvoll.

Wer allerdings so viel Weitsicht mitgebracht hat und seine Badehose eingepackt hat, der darf sich nun noch mit einem Sprung ins Kühlende Nass des „Dove Lake“ erfrischen bevor man in den Bus zurück steigt – der im übrigen um 19:00 zum letzten male des Tages abfährt.

Wer noch einen kostenfreien Schlafplatz in der Nähe sucht und ein halbwegs geländegängiges Fahrzeug besitzt sollte sich mal „Lake Lea“ ansehen.


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